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Aktuelles

Autor: Julia Förster
Artikel vom 13.07.2017

Neu gestalteter Klostersee eingeweiht

Historisches Idyll lädt zum Verweilen ein

„Mit der Umgestaltung des Kleinods haben wir ein Idyll zur Erholung geschaffen“, eröffnete Bürgermeister Peter Jahn die Einweihung des neu gestalteten Klostersees vergangenen Sonntag. Sie fand im Rahmen einer Matinee mit Kirchencafé bei sonnigem Wetter nach dem Gottesdienst im Klosterhof statt.

Nach der Ansprache durch Bürgermeister Peter Jahn ging Landschaftsarchitekt Friedrich Eckert, stellvertretend für das Planungsbüro Planstatt Senner, auf die einzelnen Gestaltungselemente ein. Pfarrer Dr. Rolf Noormann erinnerte sich unter anderem an seine Fahrt auf dem See zur Amtseinführung in Denkendorf oder an die Verwendung des Quellwassers bei jüdisch-christlichen Begegnungen. Das Akkordeonorchester der Musikschule Denkendorf begleitete unter der Leitung von Andreas Heimerdinger die Einweihung musikalisch. Die Stiftung Jugendhilfe aktiv bewirtete.

Den Klosterhof öffentlich erlebbar zu machen, ist für die Gemeinde im Zuge der Umsetzung des Sanierungsgebiets „Kloster/Körsch“ ein wichtiges städtebauliches Ziel. Nach den intensiven Planungen zur Umgestaltung des Klostersees, die in gutem Einvernehmen mit der Evangelischen Kirchengemeinde, dem Landesdenkmalamt, den Naturschutzbehörden und den Anwohnern erfolgt sind, konnte nach dem Abschluss der Arbeiten nun ein weiterer Mosaikstein gesetzt werden. Die Baukosten betragen rund 260.000 €, wovon rund 160.000 € vom Land gefördert werden. 

Historisches Idyll

In der Klosteranlage gibt es neben dem Klostersee weitere historische Elemente. Eine stattliche Stele aus Juratravertin erinnert an die enge Verbindung der Gemeinde zum großen schwäbischen Königs- und Kaisergeschlecht der Staufer. Bürgermeister Peter Jahn begrüßte das Stifterehepaar Dausinger deshalb ganz besonders zur Einweihung des Klostersees. „Die Stauferstele ist Teil eines Netzwerkes aus mittlerweile 34 Stelen, die an zahlreichen bedeutenden Stauferorten in ganz Europa platziert sind“, betonte der Verwaltungschef.

Außerdem wirkte der Renaissancebaumeister Heinrich Schickhardt in Denkendorf. Der auf dem romanischen Turmstumpf der Klosterkirche aufgesetzte Turmhelm stammt von ihm. „Deshalb wurden wir letztes Jahr in der europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt aufgenommen“, erklärte der Bürgermeister erfreut.

Gestaltung des Klostersees

Um den Klostersee herum gibt es eine Promenade, die zum Teil über Stege führt. Bänke bieten Sitzmöglichkeiten. Die Gestaltung ist an die historische Situation angelehnt. Die Bepflanzungen orientieren sich an typischen Bauerngärten.

Der See wurde insgesamt geöffnet. Er ist über den aufgewerteten Parkplatzbereich erreichbar. Die Stauferstele wurde hier optisch integriert. Bänke laden zum Verweilen ein. Zierkirschensträucher und Hainbuchenhecken wurden letzte Woche in dem Bereich gepflanzt. Die acht Senkrechtparkplätze sind wieder eingerichtet.

Eine Beleuchtung wurde - so wie man sie andernorts im Gemeindegebiet findet – installiert.

Nach dem Ablassen des Sees im letzten Jahr, einer Entschlammung und notwendigen Rohdungsarbeiten wurden die Landschaftsbau- und Wegebauarbeiten durchgeführt. Der See ist mittlerweile wieder mit seinem Quellwasser befüllt. Die Fische werden in Kürze wieder vom Fischereiverein Esslingen eingesetzt.