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Aktuelles

Autor: Gemeinde Denkendorf
Artikel vom 16.03.2017

Gebühren für Schulkindbetreuung werden angepasst

Zum neuen Schuljahr im September 2017 werden die Elternbeiträge für die Betreuung von Schulkindern in der Ganztagesbetreuung moderat erhöht. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Mit den Gebührenanpassungen sollen die jeweiligen Kostendeckungsgrade der Einrichtung verbessert und die Defizite der Betreuungskosten verringert werden.

Die Ganztagesbetreuung an den örtlichen Schulen ist zu einem festen Bestandteil der örtlichen Betreuungslandschaft geworden. Die in Modulen flexibel buchbare Schulkinderbetreuung für Erst- bis Sechstklässler kann stetig steigende Belegungszahlen verzeichnen. Vor allem im vergangenen Schuljahr sind die Betreuungszahlen deutlich angewachsen. Dies machte sowohl eine Aufstockung des Personals als auch der sächlichen Mittel notwendig. Mit einer Gebührenerhöhung soll nun auch der Kostendeckungsgrad dieses Betreuungsangebotes verbessert und das Defizit der Gemeinde verringert werden.

Rund 185.000 € betrugen die jährlichen Kosten für die Ganztagesbetreuung an der Ludwig-Uhland-Schule und Albert-Schweitzer-Schule noch im Jahr 2013. Im Jahr 2016 sind die Kosten auf über 231.000 € angewachsen und die Tendenz ist weiterhin steigend. Die Gesamteinnahmen im Jahr 2016 in Höhe von rund 182.000 €, die sich aus Zuschüssen und Gebühren zusammensetzen, decken die Kosten ungefähr zu 67 % und hinterlassen eine Finanzlücke von ca. 50.000 €. Würde man kalkulatorische Kosten wie Abschreibungen und Verzinsungen mit berücksichtigen würde, wäre sogar nur 38%ige Kostendeckung gegeben.

Im Vergleich zum letzten Kalkulationszeitraum ist eine deutliche Kostensteigerung erkennbar. Hintergrund ist hier eine personelle Aufstockung aufgrund steigender Teilnehmer sowohl an der Ludwig-Uhland-Schule als auch an der Albert-Schweitzer-Schule sowie tarifliche Erhöhungen im personellen Bereich. Außerdem wurde auch die ehrenamtliche Aufwandsentschädigung der Jugendbegleiter erhöht. Zu den Hauptbetreuungszeiten mussten weitere Betreuungsgruppen eingerichtet werden, was auch weiterhin einen qualitativ hohen Anspruch an die Betreuung garantiert. Bereits mit Einführung der Ganztagesbetreuung hatte der Gemeinderat sich deshalb dazu entschlossen, die Gebührenlage in regelmäßigen Abständen neu bewerten zu wollen. Zum 1. September 2017 soll nun eine Erhöhung von 10 % in Kraft treten. Die Gebührentabelle ist der Homepage unter der Rubrik Leben & Wohnen – Schulen – Schülerganztagesbetreuung zu entnehmen.

„Die Fortschreibung ist eine moderate und dynamische Anpassung im Hinblick auf das, was geleistet wird“, erklärte Bürgermeister Peter Jahn. Gleichzeitig dankte er allen ehrenamtlich tätigen Jugendbegleitern, die dieses Betreuungsmodell überhaupt erst möglich machen. Ohne diesen engagierten Einsatz wären die Betreuungskosten noch um ein Vielfaches höher. „Wir bieten in Denkendorf bedarfsgerechte und individuelle Kinderbetreuung für alle Altersklassen bis zur sechsten Klasse auf hohem Niveau an“, resümierte Bürgermeister Peter Jahn. Sein Anliegen ist es, die Qualität der Einrichtung zur erhalten. „Die Gebühren müssen dabei regelmäßig und moderat angepasst werden, um zu große, sozial unverträgliche Gebührensprünge zu vermeiden“, so der Verwaltungschef weiter. Gleichzeitig unterstrich er aber deutlich, dass die einkommensabhängige Staffelung der Gebühren weiterhin Bestandteil der Gebührenregelung bleiben werde.

Die Fraktionen konnten sich den Vorschlägen der Verwaltung zur Erhöhung der Gebühren einstimmig aufgrund der nachvollziehbaren Begründung anschließen. Das gute Betreuungskonzept sowie die sozialverträgliche Staffelung sind dabei entscheidende Punkte für das Gremium.