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Aktuelles

Autor: Julia Förster
Artikel vom 07.08.2019

Energiebericht 2018

Einsparmaßnahmen zeigen Wirkung

Die Gesamtkosten der Gemeinde für Energie und Wasser sind erneut gesunken. Damit zeigen Einsparmaßnahmen Wirkung. Der Rückgang wurde trotz des Anstiegs der zu betreuenden Flächen erreicht. Über den Energiebericht 2018 wurde der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung informiert.

Kommunales Energiemanagement ausgedehnt

Seit dem Jahr 2008 haben die im Rahmen des kommunalen Energiemanagements betreuten Flächen um ca. 3.600 m² auf nunmehr 34.316 m² zugenommen. An diesen Zahlen erkennt man die stetige Entwicklung der Gemeinde und die damit verbundene Herausforderung, ständig in die Haustechnik zu investieren und dabei in Sachen Energieverbrauch und Umweltschutz die Übersicht zu behalten.

Wärmemengenbedarf vergleichbar mit Vorjahren

Der gemessene Wärmemengenbedarf im Jahr 2018 beträgt 2.474.580 kWh. Da die Wintermonate des letzten Jahres sehr mild waren, wird mittels einer sogenannten Witterungsbereinigung eine Vergleichbarkeit mit den Temperaturen anderer Winter hergestellt. Dieser witterungsbereinigte Wert liegt bei 3.025.100 kWh. Beide Zahlen dokumentieren den geringsten Wert in Abhängigkeit zur Fläche seit Beginn der Erfassung im Jahr 2006. Setzt man den Wert von 2006 mit dem Index 100 % an, so liegt der Verbrauch des Jahres 2018 bei 58 %. Auch im Vergleich zum Vorjahr ging der witterungsbereinigte Verbrauch um 4 % zurück. Bei der Betrachtung einzelner Verbrauchswerte ist ein leichter Anstieg in der Albert-Schweitzer-Schule und der Ludwig-Uhland-Schule und ein gesunkener Wert in der Festhalle und bei der Beheizung des Beckenwassers im Freibad zu verzeichnen. Im Feuerwehrgebäude und im Rathaus gibt es keine großen Schwankungen.

Licht- und Stromverbrauch leicht gesunken

Um 4 % zurückgegangen auf 1.022.400 kWh ist der Licht- und Kraftstromverbrauch des Jahres 2018. Erstmalig ist seit dem Jahr 2010 anstelle einer Steigerung wieder ein Rückgang zu verzeichnen, und zwar um 40.100 kWh. Durch Umrüstung auf sparsame LED-Beleuchtung wurde dem steigenden Bedarf durch immer mehr elektrische Geräte stets gegengesteuert. Größter Einzelverbraucher ist die Festhalle, deren Stromverbrauch um 5 % angestiegen ist. Der zweitgrößte Verbraucher ist das Freibad mit einer Einsparung um 9 %. Durch das zu Beginn der Badesaison 2019 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk kann dieser Wert in Bezug auf den Strombezug hoffentlich zukünftig gehalten werden. Der dritte bedeutende Stromverbraucher ist das Albert-Schweitzer-Schulzentrum. Auch hier ist eine Einsparung um 13 % zu verzeichnen und hat somit zu einem erheblichen Teil zum Verbrauchsrückgang beigetragen. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass im Jahr 2018 erstmalig keine Bauheizung benötigt wurde und mit dem Umbau der Ganztagesbetreuung nur relativ bescheidene Bauarbeiten durchgeführt wurden. Auch hier besteht die Hoffnung, dass nach Abschluss aller Arbeiten zukünftig hier nur noch geringe Steigerungen zu verzeichnen sind. An der Ludwig-Uhland-Schule mit der angegliederten Turnhalle bleibt der Verbrauch mit 51.500 kWh (+ 1 %) nahezu konstant. Hier ist nach dem in Kürze beginnenden Anbau und einer erweiterten Ganztagesbetreuung in den folgenden Jahren mit einem Verbrauchsanstieg zu rechnen.

Das Rathaus hat mit 47.300 kWh einen ähnlichen Stromverbrauch wie die Gemeinschafts-unterkunft für Flüchtlinge mit 47.700 kWh. Während im Rathaus jedoch u.a. aufgrund von Bauarbeiten zur Erweiterung der Klimaanlage mit 3.500 kWh ein Mehrverbrauch von 8 % festzustellen ist, sank der Verbrauch in der Flüchtlingsunterkunft um 3.400 kWh oder 10 %. Die erweiterte Klimaanlage wird vermutlich in Zukunft dafür sorgen, dass der Verbrauch im Rathaus nicht wieder auf den konstanten Verbrauch der letzten Jahre zurückgehen wird. In der Flüchtlingsunterkunft dagegen wird unter schwankenden Belegungszahlen mit ständig neuen Nutzern immer wieder ein Mehr- oder Minderverbrauch zu registrieren sein.

Wasserverbrauch leicht angestiegen

Ein Anstieg von 8 % auf 20.557 m³ ist beim Wasserverbrauch zu verzeichnen. Das sind 1.486 m³ mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf das Freibad zurückzuführen, da es im letzten Jahr aufgrund des guten Wetters höhere Besucherzahlen gab. Am meisten Wasser eingespart wurde in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in der Heydstraße mit 880 m³ oder 43 %. Sicherlich ist dies im Zusammenhang mit den anderen rückläufigen Verbrauchszahlen dieser Liegenschaft zu sehen und auf geringere Belegungszahlen zurück zu führen.

Die Gesamtkosten für Energie und Wasser betrugen für die betrachteten 19 Liegenschaften 413.600 €, das bedeutet einen Rückgang von ca. 14.500 € oder 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2008 betrugen die Kosten noch 527.700 €, im Jahr 2012 439.500 €. Die Investitionen in Gebäude und das kommunale Energiemanagement (KEM) zeigen also Wirkung.

Es gibt eine Kostenreduzierung trotz des Anstieges der zu betreuenden Flächen. Natürlich spielt auch der geringe Wärmeverbrauch 2018 aufgrund der milden Wintermonate eine Rolle. Während die Stromkosten um ca. 1.700 € und die Wasserkosten um ca. 3.300 € gestiegen sind, sind die Wärmekosten um ca. 19.500 € gefallen.

Die Photovoltaikanlagen und das Blockheizkraftwerk haben zusammen im Jahr 2018 220.200 kWh Strom produziert; 133.800 kWh davon wurden eigengenutzt, 86.400 kWh ins Netz eingespeist. Dadurch wurden über 21,5 % des Gesamtstromverbrauchs von 1.022.400 kWh durch das Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen produziert.

Emissionen haben in allen Bereichen abgenommen

Im Vergleich zu den Vorjahren sind alle Emissionswerte rückläufig:

Kohlendioxid (CO2): von 1.200 to auf 1.121 to

Schwefeldioxid (SO2): von 598 kg auf 513 kg

Stickoxid (NOX): von 1.154 kg auf 938 kg

Staub: von 593 kg auf 456 kg

Der diesen Emissionswerten zugrunde liegende Energiemix setzt sich zusammen aus 68 % Gas, 25 % Strom, 2 % Heizstrom, 4 % Pellets und 1 % Öl.