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Aktuelles

Autor: Julia Förster
Artikel vom 14.02.2020

Veranstaltung, Qualifikation, Austausch und Zertifikate für Engagierte in der Gemeinde im Fokus

Anerkennung im und für das Ehrenamt bzw. Engagement in der Gemeinde war das Thema der zweiten Runde im Beteiligungsprozess „#mit.Denkendorf.machen“ zur Zukunft des Ehrenamts in der Gemeinde. Unter dem Titel „#Ehrenamt.hat.einen.Wert“ haben die über 50 Workshop-Teilnehmer in der Festhalle vergangenen Donnerstag zahlreiche Ideen gesammelt. In den Fokus genommen wurden die Ideen Veranstaltung, Qualifikation, Austausch und Zertifikate für Engagierte in der Gemeinde. Nun wird der Gemeinderat entscheiden, was davon umgesetzt werden soll.

„Gemeinsam möchten wir heute Ideen erarbeiten, mit denen die Gemeinde bei der Anerkennung der Engagierten im Ort unterstützen kann. Der Workshop ist die zweite Runde unseres im Mai 2019 gestarteten Prozesses „#mit.Denkendorf.machen“ zur Zukunft des Ehrenamts und Engagements in Denkendorf“, führte Bürgermeister Ralf Barth in die Veranstaltung unter dem Motto „#Ehrenamt.hat.einen.Wert“ vergangenen Donnerstag in der Festhalle ein. Über 50 Personen, darunter auch einige unter 30 Jahren, die besonders eingeladen wurden, waren zum Workshop gekommen. Neben dem Schwerpunktthema Anerkennung wird von Seiten der Verwaltung das Neubürgermanagement aktuell auf den Prüfstand gestellt. Hierzu gab es eine Bachelorarbeit mit einer Umfrage in der Gemeinde; die Ergebnisse werden im Frühjahr vorliegen.

Die Referentin Sandra Holzherr gab in einem Impulsvortrag Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der Wertschätzung und Anerkennungskultur für Engagierte. So kann bereits eine Geburtstagskarte vom Verein Wertschätzung ausdrücken, bis hin zu finanzieller Unterstützung. Im Schwerpunkt wurden jedoch zahlreiche Ideen zur Anerkennung und Wertschätzung der Engagierten in Denkendorf durch die Kommune gesammelt. Mit Hilfe von Klebepunkten haben die Workshop-Teilnehmer dann bestimmt, welche vier Ideen in Gruppen an „Ideeninseln“ ausgearbeitet werden: Die Ideen Veranstaltung, Qualifikation, Austausch und Zertifikate für Engagierte in der Gemeinde. Die Veranstaltung für die Engagierten soll möglichst im Freibad stattfinden, da hier Platz für alle Engagierten ist. Es soll möglichst ein musikalisches und kulinarisches Begleitprogramm stattfinden. Einladungskreis und alles Weitere könnten durch ein Festkomitee weiter ausgearbeitet werden. Zur Qualifikation von Ehrenamtlichen könnte eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Workshops zu Themen wie sexuelle Gewalt oder gesetzlichen Änderungen aufgelegt werden. Für den regelmäßigen Austausch untereinander könnte ein zweimal jährlich stattfindender Stammtischabend für die Engagierten mit Themenschwerpunkten wie z.B. Finanzen, ggf. mit einem Referenten, eingeführt werden. Ein Muster-Zertifikat für Engagierte könnte von der Gemeinde mit Logo erstellt werden, das die Vereine dann mit ihren individuellen Textbausteinen ausstellen könnten. Kriterien für den Erhalt des Zertifikats müssten noch ausgearbeitet werden.

Weitere Ideen waren unter anderem eine Ehrenamtscard mit Gutscheinen wie z.B. für kulturelle Veranstaltungen oder das Freibad für Engagierte, eine Anlaufstelle bei der Gemeinde, die Stärkung der Vereinsgeschäftsstellen, die Möglichkeit der kostenlosen Raumnutzung, Vergünstigungen für Ehrenamtliche auch im Alter und eine Plattform für Vereinsgesuche nach Unterstützung (z.B. Bewirtungshelfer) im Gemeindeanzeiger. Diese Ideen wurden von den Teilnehmern nicht so hoch priorisiert, werden aber weiterhin im Ideenspeicher innerhalb des Prozesses aufgenommen. „Wir befinden uns in einem Prozess, der vermutlich nie abgeschlossen sein wird“, unterstrich Bürgermeister Ralf Barth und lobte das bestehende Engagement in allen Denkendorfer Vereinen, Organisationen und losen Gruppierungen. „Die Ergebnisses des heutigen Workshops werden im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung präsentiert und das Gremium wird dann entscheiden, welche Ideen – gemeinsam mit den Vereinen und Engagierten – umgesetzt werden sollen“, so Barth weiter. Er dankte abschließend allen Teilnehmern, insbesondere den Ko-Moderatoren an den „Ideeninseln“ Frank Obergöker und Peter Nester. Bei einem kleinen Imbiss gab es die Möglichkeit zum Austausch. Unterstützt wird „#Ehrenamt.hat.einen.Wert“ durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.