Gemeinsam Bauen im Quartier „Alter Bauhof“
Mit dem Quartier "Alter Bauhof" entsteht in Denkendorf die Chance, ein neues Wohnquartier zu entwickeln, das nicht nur Wohnraum schafft, sondern auch Nachbarschaft, Austausch und Gemeinschaft ermöglicht. Wer sich für neue Wohnformen interessiert, Ideen einbringen möchte oder perspektivisch dort wohnen, mieten oder investieren will, ist eingeladen, den Prozess aktiv mitzugestalten.
Ausgangslage: Neue Chancen auf dem gemeindeeigenen Bauhofareal
Auf dem in Kürze freiwerdenden, gemeindeeigenen Bauhofareal in der Sudetenstraße (rund 4.000 m²) kann ein neues Wohnquartier mit unterschiedlichen Bebauungs- und Wohnoptionen entstehen. Grundlage ist ein städtebaulicher Entwurf, der im Gemeinderat abgestimmt wurde und als Startpunkt für die weitere Planung dient.
Damit die Entwicklung möglichst gut zu den Bedürfnissen der Bürgerschaft passt, folgt als nächster Schritt eine Umfrage. Sie erfasst Wünsche, Bedarfe und Interessenslagen und unterstützt die Entscheidung, welche Wohnformen im Quartier realisiert werden sollen. Ziel ist ein gemeinschaftliches, lebendiges und nachhaltiges Wohnquartier.
Info-Veranstaltung am 03.12.2025
Mit der Informationsveranstaltung am 3. Dezember 2025 in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule wurde der Beteiligungsprozess für das Quartier "Alter Bauhof" gestartet. Über 70 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und erste Impulse für die weitere Entwicklung zu geben. Das Interesse verdeutlicht, dass gemeinschaftliche Wohnformen in Denkendorf auf große Offenheit stoßen.
Inhaltlich wurde der Abend in den bestehenden Quartiersentwicklungsprozess der Gemeinde eingeordnet, der seit 2018 schrittweise weitergeführt wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung angesichts demografischer und gesellschaftlicher Veränderungen künftig stärken lassen – im Alltag, über Generationen hinweg und in unterschiedlichen Lebensphasen.
Zur Orientierung wurden verschiedene Formen des gemeinschaftlichen Wohnens vorgestellt, darunter:
- Wohngemeinschaften (klassisch oder altersbezogen)
- Clusterwohnen
- Pflege-WGs
- Betreutes Wohnen
- selbstorganisierte Hausgemeinschaften
Damit diese Konzepte greifbar werden, wurden typische Bausteine gemeinschaftlicher Projekte anhand von Praxisbeispielen erläutert:
- Kombination aus privaten Wohnbereichen und Gemeinschaftsräumen
- flexible Grundrisse für sich wandelnde Lebenssituationen
- mögliche Integration sozialer Nutzungen (z. B. Kinderbetreuung oder Pflege-Wohngemeinschaften)
Anschließend wurden zwei Organisationsmodelle vorgestellt, die bei gemeinschaftlichen Wohnprojekten häufig genutzt werden:
- Baugemeinschaft (Schwerpunkt Eigentum)
- Genossenschaftsmodell (Schwerpunkt Genossenschaftsanteile und Miete)
Gemeinschaftliche Wohnprojekte leben dabei nicht nur von Architektur und Finanzierung, sondern vor allem vom Miteinander: von gemeinsamer Planung, verlässlicher Abstimmung und langfristigem Engagement. Anders ausgedrückt: Wie bei einem Baukasten reicht es nicht, alle Teile zu haben – stabil wird es erst, wenn man sie gemeinsam sauber zusammensteckt.
Beteiligung: Umfrage als nächster Schritt
Die Informationsveranstaltung war der Auftakt für den Entwicklungsprozess im Quartier "Alter Bauhof". Der zentrale nächste Baustein ist die Umfrage, mit der Interessen, Wohnwünsche und mögliche Beteiligungsformen systematisch erfasst werden. Die Rückmeldungen bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungsschritte.
Wichtig: Ob und in welcher Form gemeinschaftliches Bauen im Quartier weiterverfolgt wird, hängt wesentlich davon ab, ob sich ausreichend Interessierte finden.
Informieren und mitmachen
Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich einzubringen – unabhängig davon, ob sie
- investieren,
- selbst dort wohnen möchten,
- mieten möchten
- oder das Projekt als engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer begleiten wollen.
Jetzt mitmachen:Umfrage ausfüllen, Interesse vormerken oder Kontakt aufnehmen!






