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Starkregengefahr

Starkregenrisikomanagment

Als eine der ersten Kommunen im Land hat die Gemeinde im Oktober 2017 die Erstellung eines Starkregenrisikomanagementkonzeptes für die Ortslage Denkendorf in Auftrag gegeben. In Ergänzung zum aktiven Hochwasserschutz, dem sich die Gemeinde seit vielen Jahren verschrieben hat, gibt die Risikoanalyse Aufschluss darüber, welche Gebiete von den oft mit erheblichen Wassermengen verbundenen Starkregenereignissen besonders betroffen sind.

Das Konzept ist ein wichtiger Handlungsleitfaden für die Gemeinde aber auch die betroffenen Grundstückseigentümer. Da bei Starkregenereignissen die Gemeinde nur einen begrenzten Handlungsspielraum hat, sind vor allem die privaten Grundstückseigentümer gefordert, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Durch geeignete Vorkehrungen z.B. durch Erhöhung der Lichtschächte, Kellerfenster, Kellertreppen oder der Gebäudezugänge können diese ihr Eigentum vor drohenden Hochwassergefahren schützen. Anhaltspunkte hierfür sind in den Gefahrenkarten ablesbar.

 

Hilfreiche Publikationen finden Sie hier:

"Starkregen – Was können Kommunen tun“ vom Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz und der WBV Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH (2013)

Flyer "Empfehlungen bei Sturzfluten – Baulicher Bevölkerungsschutz“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (2015)

Handbuch "Die unterschätzten Risiken Starkregen und Sturzfluten“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (2015)

Broschüre "Schutz vor Kellerüberflutung" der Stadt Karlsruhe

In einem dreistufigen Vorgehen mit hydraulischer Gefährdungsanalyse, Risikoanalyse sowie der Aufstellung von Handlungskonzepten zur Minimierung von Überflutungsrisiken orientiert sich die Untersuchung an den Vorgaben für kommunales Starkregenrisikomanagement der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).

Im Rahmen der Gefährdungsanalyse wurde ein Einzugsbereich in einem Umfang von ca. 11 km² untersucht und dabei Überflutungskarten für seltene (entspricht in etwa einer Jährlichkeit von 30 Jahren), außergewöhnliche (entspricht in etwa einer Jährlichkeit von 100 Jahren) und extreme Starkregenereignisse (128 Liter Niederschlag innerhalb einer Stunde pro m²) erarbeitet.

Diese Überflutungskarten stellen für die jeweiligen Szenarien die potentiellen Abflusswege und Überflutungsausdehnungen dar. Im Ergebnis sind die analysierten Risikobereiche weitgehend identisch mit den Überflutungsflächen, die sich beim Starkregenereignis in Denkendorf Ende Mai 2008 mit einer Niederschlagsmenge von 50 Liter pro m² gezeigt hatten.

Es ist davon auszugehen, dass bei allen Szenarien die Ortskanalisation überlastet ist und bei den Starkregen nicht nur die Tallagen betroffen sind. Als besonders gefährdet gelten die Bereiche Mühlhalden Straße, Rosenstraße und Hohenheimer Straße, der Bereich zwischen Uhlandstraße, Friedrichstraße und Klingenstraße, die Gebiete Erlachgraben, Neuhäuser Straße und Maierhof, Lange Äcker, Furtstraße und Deizisauer Straße sowie die Gewerbegebiete Aicher Brühl und Heerweg.   

Die Gefahrenkarten für die einzelnen Szenarien können nachfolgend abgerufen werden:

Seltenes Ereignis (30-jährige)

Denkendorf Körschtal
Denkendorf Mitte Erlachgraben
Denkendorf Nord Gewerbegebiete
Denkendorf Nord Lange Äcker
Denkendorf Süd Gewerbegebiete

Außergewöhnliches Ereignis (100-jährige)

Denkendorf Körschtal
Denkendorf Mitte Erlachgraben
Denkendorf Nord Gewerbegebiete
Denkendorf Nord Lange Äcker
Denkendorf Süd Gewerbegebiete

Extremes Ereignis (128 mm/h)

Denkendorf Körschtal
Denkendorf Mitte Erlachgraben
Denkendorf Nord Gewerbegebiete
Denkendorf Nord Lange Äcker
Denkendorf Süd Gewerbegebiete