Gedenken zum Volkstrauertag – Gedenken aus voller Kehle und mit ganz viel Herz!
Es war ein Abend, der noch lange nachklingen wird – in den Herzen der Menschen ebenso wie in der wunderbaren Atmosphäre der vollbesetzten Klosterkirche! Welche Kraft Musik entfalten kann, wenn Menschen gemeinsam innehalten, erinnern und ein Zeichen setzen, wurde am vergangenen Sonntag beim Friedenskonzert in der Klosterkirche deutlich. Schon lange vor Konzertbeginn strömten die Besucherinnen und Besucher in die Klosterkirche – ein deutliches Zeichen für den enormen Zuspruch, den das zum zweiten Mal von der Gemeinde veranstaltete Friedenskonzert gefunden hat.
In seiner Begrüßung und mit den Worten des Dalai Lama „Frieden beginnt im eigenen Herzen“ erinnerte Bürgermeister Barth daran, dass Frieden nicht in politischen Entscheidungen oder Verträgen entstehe, sondern im Inneren eines jeden Menschen: in Ruhe, Mitgefühl und in Versöhnungsbereitschaft. Er betonte wie wichtig es sei, Brücken zu bauen zwischen Generationen, Menschen und Überzeugungen. Nach seinen Worten und dem gemeinsamen Gedenken an alle Opfer vergangener Kriege setzte der Chor „Stimmgabel“ seinen Gesang fort und beendete mit dem „Irischen Segensgruß“ als Schlusslied den ersten musikalischen Akzent. Auch der Evangelische Kirchenchor, der Chor „ConCanto“ und der Ukraine-Chor des Montags-Cafés stellten eindrucksvoll ihr Können unter Beweis und begeisterten rund 400 Friedenskonzertbesucher.
Mit seinen Worten über Verantwortung, Erinnerung und Versöhnung bereicherte der geistliche Impuls von Pfarrer i.R. Hanspeter Ziehmann den besonderen Charakter des Friedenskonzertes.
Ein unvergesslicher Moment war das große Finale aller Chöre zusammen mit den anwesenden Gästen beim Schlusslied „Der Mond ist aufgegangen“ und dem gemeinsamen Ruf: „Dona nobis pacem – Gib uns Frieden“. Ein Wunsch, der an diesem Abend nicht nur ausgesprochen, sondern in unzähligen Stimmen und Herzen gelebt wurde und bei dem die besondere Verbundenheit der beteiligten vier Chöre mit den Gästen des Friedenskonzertes zu spüren war.
Auch in diesem Jahr wurde auf ein Eintrittsgeld bewusst verzichtet, stattdessen wurde zu Spenden aufgerufen. Die überaus beachtliche Summe von 1.560,70 Euro unterstreicht, wie sehr die Botschaft des Abends die Herzen erreichte. Die Gaben werden anteilig der Kriegsgräberfürsorge und den beteiligten Chören zugutekommen. Die Kriegsgräberfürsorge sucht nach Kriegstoten im Ausland und kümmert sich um die Bergung, die würdige Bestattung und die Grabpflege. Zudem engagiert sie sich in der Erinnerungskultur und fördert die Begegnung und Bildung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Mit einer weißen Rose als stilles Symbol für Frieden und Hoffnung bedankte sich Bürgermeister Barth bei den Mitwirkenden des Friedenskonzertes und betonte, jeder Mensch könne eine kleine Brücke des Friedens bauen – in seiner Familie, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde. „Denn dort, wo Brücken entstehen, hat Frieden eine Zukunft“, so Barth.






