Aktuelles aus der Gemeinde: Denkendorf

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Blick auf das Kloster von unten
Panoramablick mit Kloster
Panoramablick Wohnbebauung
Filderkraut
Kugelpfad Denkendorf

Haushaltsplan 2026 verabschiedet

icon.crdate26.02.2026

Mit Mut und Zuversicht in die Zukunft.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am vergangenen Montag nach der Generaldebatte den Haushaltsplan 2026 verabschiedet. Der Ergebnishaushalt weist ein negatives ordentliches Ergebnis von -1,8 Millionen Euro aus. Dennoch setzt die Gemeinde mit einem Investitionsvolumen von rund 6,3 Millionen Euro klare Prioritäten und richtet den Blick entschlossen auf die kommenden Aufgaben.

„Es ist nicht die Abwesenheit von Herausforderungen, die uns stark macht, sondern der Mut, ihnen mit Zuversicht zu begegnen.“ Mit diesem Leitgedanken hatte Bürgermeister Ralf Barth bereits in der Gemeinderatssitzung im Januar auf das neue Haushaltsjahr eingestimmt. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und wachsender kommunaler Aufgaben bleibe Denkendorf handlungsfähig und gestaltungsbereit.

Finanzlage 2026: Belastungen bleiben spürbar

Mit Erträgen von 35,1 Millionen Euro und Aufwendungen von 36,9 Millionen Euro ergibt sich im Saldo des Ergebnishaushalts 2026 ein Minus von 1,8 Millionen Euro. Damit können die laufenden Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen nicht vollständig erwirtschaftet werden. Positiv stimmt aber, dass sich das Haushaltsjahr 2025 deutlich besser entwickelt hat als ursprünglich prognostiziert.

Der Hebesatz der Grundsteuer B bleibt unverändert; auch neue Steuerarten werden nicht eingeführt. Lediglich die Wasserverbrauchsgebühr wurde zum 1. Januar 2026 auf 2,20 Euro pro Kubikmeter angepasst, um die Kostendeckung sicherzustellen. Die Abwassergebühren bleiben stabil.

Investitionen mit klarer Prioritätensetzung

Nach investitionsintensiven Jahren mit mehreren Großprojekten wie dem Kinderhaus „Alter Eichwald“, dem Neubau des Bauhofs und der Erschließung neuer Baugebiete liegt das Investitionsvolumen 2026 mit 6,3 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresansatz.

Im Wohnbaugebiet „Wasserreute“ schreiten die Erschließungsarbeiten planmäßig voran. Parallel dazu werden Maßnahmen des Starkregenrisikomanagements umgesetzt. Weitere Grundstücksverkäufe sind vorgesehen. Auch im Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ beginnt 2026 die bauliche Entwicklung: Geplant sind unter anderem ein Gesundheits- und Therapiehaus, eine Lebensmittelfiliale sowie moderne Gewerbeeinheiten.

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ wurde das Gebiet „Mittleres Oberdorf“ in die Städtebauförderung aufgenommen. Erste Mittel sind für Maßnahmen im Sanierungsgebiet vorgesehen, darunter der Umbau des Albrecht-Bengel-Kindergartens sowie die Weiterentwicklung des ehemaligen CAP-Marktes. Auch die Umgestaltung der „Oberen Ortsmitte“ wird vorbereitet.

Für die Sanierung des Freibads sind erste Planungsschritte vorgesehen. Ein Förderantrag für eine umfassende Modernisierung wurde beim Bund eingereicht.

Bildung, Betreuung und Digitalisierung

Die Kinderbetreuung bleibt einer der größten Ausgabeposten im Haushalt. Nach der Eröffnung des Kinderhauses „Alter Eichwald“ im Jahr 2025 ist Denkendorf räumlich gut aufgestellt. Mit Blick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder werden weitere Investitionen erforderlich. Für den Infrastrukturausbau liegt eine Förderzusage des Landes Baden-Württemberg in Höhe von bis zu 1,35 Millionen Euro vor.

Auch die Digitalisierung schreitet voran. Der Glasfaserausbau ist inzwischen faktisch abgeschlossen; Denkendorf darf sich seit 2025 „Gigabitkommune@BW“ nennen. An den Schulen wurde die digitale Ausstattung weitgehend umgesetzt, auch wenn künftige Ersatz- und Weiterentwicklungsinvestitionen erforderlich bleiben.

Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden wird 2026 fortgesetzt. Zudem arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit den Nachbarkommunen an der kommunalen Wärmeplanung.

Ehrenamt als tragende Säule

Zudem steht insbesondere auch die Bedeutung des Ehrenamts im Fokus. Die Vereinsförderung gemäß den Vereinsförderrichtlinien unterstützt auch in diesem Jahr in allen möglichen Bereichen. Zudem hat der Gemeinderat diversen Investitionsförderungen der Vereine und Organisationen zugestimmt. Auszugsweise die Unterstützung der ARGE für die Durchführung des Weihnachtstreffs 2026.

Mit Zuversicht handeln

Die mittelfristige Finanzplanung zeigt, dass auch in den kommenden Jahren Herausforderungen bestehen bleiben. Umso wichtiger ist es, Ausgaben- und Einnahmenentwicklung sorgfältig im Blick zu behalten und Prioritäten klar zu setzen.

Wichtige Projekte im Überblick

  • Neues Wohnbaugebiet „Wasserreute“: Der Bebauungsplan für das neue Wohnbaugebiet wurde im Oktober 2024 beschlossen. Die Erschließungsarbeiten beginnen im Mai 2025. Für den Grunderwerb und die Erschließungsarbeiten sind 4,6 Millionen Euro vorgesehen.
  • Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“: Die Fertigstellung des neuen Gewerbegebiets im Dezember 2024 wurde erfolgreich gefeiert. Die neuen Gewerbegrundstücke können nun verkauft werden, sodass eine sukzessive Refinanzierung der Investitionen erfolgen wird.
  • Neubau des Bauhofs: Die Fertigstellung des neuen Bauhofgebäudes ist im Sommer 2025 geplant. Der Bau des Kreisverkehrs am nördlichen Ortseingang wurde bereits abgeschlossen.
  • Kinderhaus „Alter Eichwald“: Die Fertigstellung des neuen Kinderhauses mit Familientreff ist im März 2025 geplant. Die feierliche Eröffnung findet am 29. März statt. Die neuen modernen und hellen Räumlichkeiten des Kinderhauses sind eine vorausschauende Investition in die Zukunft, um dem stetig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde gerecht zu werden.
  • Sanierung und Umgestaltung von Kindergärten und Schulen: Für die Sanierung und Umgestaltung des Albrecht-Bengel-Kindergartens sowie die Weiterentwicklung der Ganztagesbetreuung an den Schulen sind ebenso im Haushalt 2025 Mittel eingeplant.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Der Klimaschutz bleibt auch dieses Jahr ein zentrales Anliegen. So wird der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf kommunalen Liegenschaften weiter vorangetrieben. Zudem ist seit April 2024 eine interkommunale Klimaschutzmanagerin jeweils zu 50 Prozent für Denkendorf und Neuhausen tätig. Sie arbeitet in diesem Jahr intensiv am Thema der kommunalen Wärmeplanung. Auch hierbei setzt die Gemeinde auf langfristige und nachhaltige Lösungen.

Digitalisierung und Infrastruktur
Die digitale Zukunft wird in Denkendorf weiter ausgebaut. Der Glasfaserausbau geht voran und mit der nahezu vollständigen Versorgung mit Glasfaser bis Mitte 2025 wird die digitale Infrastruktur im Ort gesichert sein. Auch im Straßenbau wird im Jahr 2025 investiert, etwa in die Erneuerung der oberen Löcherhaldenstraße oder bei der Sanierung der Eichersteige und der Mühlhaldenstraße.

Ehrenamt und gemeinschaftliches Engagement
Ein wichtiger Bestandteil der Gemeindeentwicklung ist das ehrenamtliche Engagement. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger tragen täglich zu einem lebendigen und aktiven Gemeindeleben bei – sei es in den Kirchengemeinden, Vereinen oder in der Unterstützung älterer Menschen durch ehrenamtliche Helfer. Dieses Engagement wird auch in 2025 weiterhin mit finanziellen Mitteln unterstützt.

Generaldebatte

In der Sitzung am Montag, 23.02.2026 nahmen die Fraktionen und Gruppierungen des Gemeinderats mit Kurzbeiträgen aus ihren Haushaltsreden Stellung zum Haushaltsplan 2026 der Gemeinde Denkendorf.

Die kompletten Haushaltsreden von Frank Obergöker (FWV-Fraktion), Peter Nester (CDU-Fraktion), Matthias Schöllkopf und Christa Brockhaus-Henzler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie Barbara Fröhlich (SPD) werden nachfolgend veröffentlicht.

Haushaltsrede 2026 der FWV-Fraktion Fraktionsvorsitzender Frank Obergöker

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Barth,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Zuversicht ist kein Gefühl – Zuversicht ist eine Entscheidung

Haushaltsreden schreibt man nicht, weil es Spaß macht – sondern weil es notwendig ist.
Und wenn man sich derzeit in der Welt umschaut, könnte man sehr schnell auf den Gedanken kommen: „Es wird doch alles immer komplizierter.“

Krisen, Kriege, wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Kosten, immer mehr Aufgaben – und am Ende bleibt doch vieles an den Kommunen hängen.
Manchmal hat man den Eindruck, es wird in Berlin oder Stuttgart beschlossen – aber bezahlt und umgesetzt wird es am Ende in Denkendorf.

Und genau da liegt der Punkt: Wir können nicht alles beeinflussen. Aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen.

Zuversicht bedeutet für uns nicht, dass wir nur hoffen, dass alles irgendwie gut wird.
Sondern Zuversicht bedeutet: Wir schauen der Realität ins Gesicht – und handeln.

Oder, um es bildlich zu sagen: Wenn man bei starkem Gegenwind unterwegs ist, bringt es nichts, sich über den Wind aufzuregen. Man muss den Kurs halten – und manchmal auch die Segel anpassen.

Genau das ist die Aufgabe unseres Haushalts: Kurs halten – aber mit Augenmaß.

Haushaltsplanung 2026

Solide, verantwortungsvoll, aber mit neuen Herausforderungen

Der Haushaltsplan 2026 zeigt: Denkendorf ist weiterhin gut aufgestellt.
Wir haben in den letzten Jahren nicht über unsere Verhältnisse gelebt, wir haben investiert – und wir haben gleichzeitig darauf geachtet, dass die Gemeinde handlungsfähig bleibt.

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Steuern bleiben unverändert. Gebühren werden nicht erhöht (kleine Ausnahme: die moderrate Anpassung der Wassergebühr)

Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit – und es ist aus Sicht der FWV auch ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger: Denkendorf bleibt verlässlich.

Gleichzeitig müssen wir uns aber auch ehrlich machen: Der Haushalt 2026 ist nicht ausgeglichen. Im Ergebnishaushalt steht ein Minus von rund 1,8 Millionen Euro. Positiv ist allerdings, dass sich das laufende Haushaltsjahr 2025 deutlich besser entwickelt als ursprünglich angenommen.

Gleichzeitig ist klar: Die Luft wird nicht dicker. Die Aufgaben wachsen, die Standards steigen, und manche Ausgaben sind schlicht nicht mehr so kalkulierbar wie früher.

Und auch der Blick in die mittelfristige Finanzplanung zeigt: Die kommenden Jahre werden für Denkendorf finanziell nicht einfacher.

Umso wichtiger ist es, dass wir auch 2026 weiter einen Weg gehen, der für Denkendorf dauerhaft tragfähig ist.

Familien, Kinderbetreuung, Schule

Ein klarer Schwerpunkt bleibt auch 2026: Kinder, Betreuung und Bildung.
Denn alles, was wir hier investieren, ist keine Ausgabe – sondern Zukunftssicherung.

Wir wissen: Der Bedarf steigt. Und wir wissen auch: Gute Betreuung hängt nicht nur von Gebäuden ab, sondern ganz entscheidend von Personal – und genau das wird überall knapper.

Deshalb sagen wir als FWV auch dieses Jahr ausdrücklich Danke an unsere beiden Träger:
den evangelischen Kleinkinderpflegeverein und die katholische Kirchengemeinde.
Diese Zusammenarbeit ist ein echter Standortfaktor für Denkendorf.

Mit dem neuen Kinderhaus „Alter Eichwald“ ist hier in den vergangenen Monaten ein wichtiger Meilenstein erreicht worden – und ein deutliches Zeichen, dass Denkendorf seine Verantwortung für Familien ernst nimmt.

Zusätzlich steht ab 2026 die Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung in der Grundschule als Rechtsanspruch im Raum. Das wird organisatorisch und finanziell eine große Aufgabe.

Im Frühjahr 2026 wird hierzu erneut eine konkrete Bedarfsabfrage durchgeführt. Wir bitten alle betroffenen Eltern, sich ernsthaft an dieser Umfrage zu beteiligen und uns eine konstruktive Rückmeldung zu geben. Denn neben der pädagogischen Entwicklung ihrer Kinder hat die Wahl des jeweiligen Ganztagsangebots auch direkte finanzielle Auswirkungen für die Familien.

Die unterschiedlichen Angebotsformen und die Entscheidung darüber, welche Art von Ganztagsschule umgesetzt wird, beeinflussen die Finanzierung unmittelbar. Nur auf Grundlage einer breiten und verlässlichen Rückmeldung kann der Gemeinderat fundiert planen, welche Struktur die Ganztagesbetreuung in Denkendorf künftig haben soll.

Unser Anspruch ist: Eine Lösung, die verlässlich und fair ist – auch wenn sie nicht jede Einzelerwartung erfüllen kann.

Bezahlbarer Wohnraum

Der Druck auf dem Wohnungsmarkt bleibt hoch. Mit Entwicklungen wie dem neuen Wohngebiet Wasserreute und weiteren potenziellen Flächen eröffnen sich zwar neue Möglichkeiten – doch bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht von selbst.

Gerade die Entwicklung des ehemaligen Bauhof-Areals zu einem neuen Wohnquartier bietet für Denkendorf eine wichtige Chance, hier aktiv gegenzusteuern.

Wir als FWV bleiben dabei bei unserer klaren Linie: Auf gemeindeeigenen Flächen sollen gezielt bezahlbarer Wohnraum sowie auch Formen des Mehrgenerationenwohnens ermöglicht werden, sofern sich hierfür entsprechende Interessenten zusammenfinden.

Und wir erwarten, dass Förderprogramme konsequent geprüft werden.

Gleichzeitig müssen wir Partnerschaften mit Investoren so gestalten, dass am Ende für Denkendorf etwas Gutes herauskommt – nicht nur auf dem Papier.

Ein wichtiger Rückenwind für diese Entwicklung ist auch die erfolgreiche Aufnahme Denkendorfs in die Städtebauförderung für das Gebiet „Mittleres Oberdorf“. Das ist ein starkes Signal – und eröffnet uns zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Wirtschaft und Gewerbe

Denkendorf braucht starke Betriebe. Gewerbe schafft Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und Stabilität – und bildet damit eine unverzichtbare Grundlage für die Entwicklung und Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde.

Unser Dank gilt den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort, die mit ihrem Engagement und durch ihren Beitrag über die Gewerbesteuer Verantwortung für Denkendorf übernehmen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient unsere ausdrückliche Anerkennung.

Beim Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ gilt für uns: Qualität vor Schnelligkeit.

Die Erschließung ist abgeschlossen und die Vermarktung hat begonnen – ein wichtiger Schritt, insbesondere auch für ortsansässige Betriebe.

Wir wollen dort Unternehmen, die zu Denkendorf passen – wirtschaftlich und auch im Umgang mit Flächen und Verkehr.

Ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunft unseres Standorts ist das geplante Gesundheits- und Therapiehaus. Eine moderne medizinische Versorgung vor Ort ist nicht nur ein Standortfaktor, sondern ein echtes Stück Lebensqualität – gerade für ältere Menschen und Familien.

Mobilität und ÖPNV

Für Denkendorf ist eine verbesserte Anbindung an den regionalen ÖPNV von zentraler Bedeutung. Im Rahmen der laufenden Machbarkeitsstudie zur Verbindung Ostfildern–Esslingen sehen wir grundsätzlich die Chance, Denkendorf perspektivisch an eine schienengebundene Lösung anzubinden – auch wenn klar ist, dass eine Umsetzung noch einen längeren Zeithorizont haben wird.

Unabhängig davon möchten wir anregen, ergänzend über alternative Verkehrssysteme nachzudenken. Für ein vergleichsweises kurzes Verbindungsstück, etwa vom Rand Denkendorfs zu einer möglichen Haltestelle in Esslingen-Berkheim, könnte eine Seilbahn eine ernstzunehmende Alternative zur klassischen Schienenanbindung darstellen.

Eine solche Lösung ließe sich mit deutlich geringerem Flächenverbrauch, überschaubaren Investitionskosten und einem vergleichsweise einfachen Betrieb realisieren und könnte somit eine wirtschaftlich wie auch städtebaulich verträgliche Ergänzung für unsere Gemeinde sein. Auch wenn dies auf den ersten Blick eine kühne Vision sein mag, zeigen Beispiele aus mehreren Großstädten, dass Seilbahnen bereits erfolgreich betrieben werden oder sich in konkreter Planung befinden.

Freibad Denkendorf

Auch in diesem Jahr kommen wir an einem Thema nicht vorbei: Unserem Freibad.

Das Freibad ist für Denkendorf keine freiwillige Spielerei, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Infrastruktur – für Familien, für Vereine und nicht zuletzt dafür, dass Kinder schwimmen lernen können.

Dass ein Freibad Geld kostet und sich nicht selbst trägt, war uns allen immer bewusst.

Neu ist jedoch die Dimension der anstehenden technischen Sanierung. Die Technik im Untergrund ist in die Jahre gekommen, und wir stehen vor einer notwendigen Erneuerung mit einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Millionen Euro.

Für uns als Freie Wählervereinigung ist klar: Wir stehen zum Erhalt unseres Freibads und sind bereit, diesen Weg in Denkendorf gemeinsam zu gehen. Zugleich erwarten wir durch die technische Erneuerung und die Sanierung auch eine deutlich bessere Energieeffizienz, die künftig dazu beitragen wird, den Energieverbrauch und damit die laufenden Betriebskosten spürbar zu senken.

Gleichzeitig halten wir es für richtig und notwendig, weiterhin konsequent Fördermittel – insbesondere aus Programmen von Bund und Land für Sportstätten und Schwimmbäder – einzuwerben. Uns ist dabei aber auch bewusst, dass diese Programme stark überzeichnet sind.

Entscheidend ist für uns deshalb vor allem eines: Denkendorf muss und wird in der Lage sein, seinen eigenen Finanzierungsanteil zu leisten. Fördermittel können helfen, die Belastung zu reduzieren. Der politische Wille in Denkendorf ist jedoch, dieses wichtige Projekt verantwortungsvoll umzusetzen – mit Augenmaß, klaren Prioritäten und einem verlässlichen Finanzierungskonzept.

Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses Projektes können und dürfen auch alle Bürgerinnen und Bürger ganz konkret leisten: In Form von Beteiligung und Initiativen wie beispielsweise Crowdfunding, Spendenaktionen oder anderen kreativen Ideen, mit denen ein Beitrag zur Finanzierung des Freibades erlöst werden kann. Ganz nach dem Motto: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“

Wir sind überzeugt: Wenn wir diesen Weg gemeinsam und sachlich gehen, sichern wir die Zukunft unseres Freibads in Denkendorf.Formularbeginn

Ehrenamt und Gemeinsinn

Denkendorf funktioniert, weil Menschen anpacken - Denkendorf lebt vom Ehrenamt.
Von Menschen, die Verantwortung übernehmen, die organisieren, trainieren, helfen, trösten, aufbauen – und zwar ohne großes Aufsehen.

Ob Vereine, Kirchen, Feuerwehr, Rettungskräfte oder soziale Initiativen: Ihr Engagement ist nicht „nice to have“. Es ist das Rückgrat unserer Gemeinde.

Unser Dank gilt ebenso den Mitarbeitenden der Verwaltung und des Bauhofs, die täglich dafür sorgen, dass Entscheidungen umgesetzt werden und Denkendorf funktioniert – oft im Hintergrund, aber immer mit großer Verantwortung.

Schlusswort

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Barth,
meine Damen und Herren,

Zuversicht heißt für uns auch: Stabilität nicht als selbstverständlich zu nehmen.

2026 ist ein Jahr, in dem wichtige Entscheidungen anstehen – und dazu gehört auch die Landtagswahl. Wir erwarten von der Landespolitik, dass die Kommunen nicht nur als Ausführungsorte gesehen werden, sondern als das, was sie sind: Das Fundament unseres Zusammenlebens. Wer von kommunalen Lösungen spricht, muss auch bereit sein, kommunale Aufgaben verlässlich und dauerhaft zu finanzieren.

Und auch in Denkendorf selbst steht eine wichtige Entscheidung an: Die Bürgermeisterwahl.
Dass Herr Bürgermeister Barth erneut kandidiert, steht aus unserer Sicht für Kontinuität und Verlässlichkeit. Wir erleben eine sachliche, lösungsorientierte Führung der Verwaltung – und eine konstruktive Zusammenarbeit, die geprägt ist von Pragmatismus und Verantwortung für Denkendorf. Das ist in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit.

Und deshalb gehört zur Zuversicht auch ein ganz einfacher Punkt: Gehen Sie wählen.

Wahlen sind keine Pflichtübung – sie sind die Grundlage dafür, dass Demokratie funktioniert. Eine starke Wahlbeteiligung stärkt nicht einzelne Personen oder Parteien, sondern unsere Gemeinde und unser gemeinsames Miteinander.

Unabhängig von einzelnen Personen möchten wir aber vor allem eines betonen:
Wahlen sind ein zentraler Bestandteil unserer Demokratie. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Verantwortung mitzutragen und mitzuentscheiden.

Gehen Sie wählen – stärken Sie damit unsere Demokratie, auf Landesebene wie hier vor Ort in Denkendorf.

Denkendorf steht 2026 solide da. Steuern bleiben stabil, Gebühren werden nicht nennenswert erhöht. Wir investieren weiter in das, was wirklich zählt: Familien, Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit.

Und mit dem Freibad haben wir eine Herausforderung vor uns, die groß ist – aber lösbar, wenn wir sie gemeinsam anpacken und die richtigen Partner und Förderwege finden.

Die Zukunft ist nicht vorherbestimmt – sie entsteht durch unsere Erwartungen, unser Handeln und die Entscheidungen, die wir heute treffen.

Lassen Sie uns das auch 2026 tun: realistisch, verantwortungsvoll – und mit Zuversicht.

Die Fraktion der Freien Wählervereinigung stimmt der Haushaltsplanung 2026 sowie der mittelfristigen Finanzplanung zu und stellt keine haushaltsrelevanten Anträge.

 

Vielen Dank.

Frank Obergöker
Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion
Freie Wähler Denkendorf e.V.

Haushaltsrede 2026 der CDU Fraktion Fraktionsvorsitzender Peter Nester

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Barth,                             

werte Kolleginnen und Kollegen,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

morgen sind bereits vier Jahre vergangen, dass der russische Präsident Putin seine Soldaten in die Ukraine einmarschieren ließ. Er hat unbeschreibliches Leid über das ukrainische Volk gebracht – und da gibt es immer noch welche, die sagen, er hat mir doch nichts getan. Wie menschenverachtend und unmenschlich kann man sein? Aber das fragen sie am besten die Funktionäre der AfD.

Leider ist dies nicht das einzige Beunruhigende in dieser Zeit. Die Krisenherde im Nahen Osten, in afrikanischen und asiatischen Ländern bestehen unverändert. Nun kommt erschwerend hinzu, dass das Verhältnis zu unserem NATO-Verbündeten, den USA deutlich schwieriger geworden ist. Das muss hier nicht näher erläutert werden, dies kann jeder täglich in den Medien verfolgen.

Die Ereignisse in Minnesota und die Reaktionen der US-Administration unter Trump, erinnern immer mehr an Vorgänge in der deutschen Geschichte. Auch das hindert führende AfD-Politikerinnen und Politiker nicht, sich dort hofieren zu lassen und Trump auf Social Media zu umjubeln.

„Neutralität im Angesicht des Hasses ist keine Neutralität, es ist Zustimmung“ – so die KZ-Überlebende Tova Friedman, bei der Holocaustgedenkstunde im Deutschen Bundestag. Wahre Worte!

Die Ukraine hat das Recht am Abbau von Lithium an die Investorengruppe TechMet vergeben. Der Investor Ronald S. Lauder ist ein Freund, Unterstützer und Vertrauter des US-Präsidenten. Dies zeigt, es geht nur noch um militärische, politische und wirtschaftliche Macht. Es geht nicht mehr um die Menschen!

Wir müssen erkennen, dass es um mehr geht: Es geht um den Erhalt unserer freiheitlichdemokratischenGrundordnung, es geht um Frieden und es geht um unsere persönliche Freiheit. Alle, die unzufrieden sind und denken, sie müssen die AfD wählen, sollten sich einfach mal die Frage stellen, ob sie bei Frau Weidel, den Herren Chrupalla, Höcke, Krah, Frohnmaier und Co. das gute Gefühl haben, dass diese ein Garant dafür sind.

Zu Recht sagte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Besuch des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte am 11.12.2025: „Wir leben in einer anderen Welt und in einer anderen Zeit!“ Deshalb ist es wichtig und richtig, mehr für die eigene Verteidigung zu tun. Dazu gehört auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Unsere Wirtschaftsschwäche hat ebenfalls Einfluss auf die nationale und europäische Sicherheit. Wirtschaftliche Stärke gilt als Fundament für militärische Handlungsfähigkeit und soziale Stabilität nach innen und außen. Eine wirtschaftlich schwache Bundesrepublik wird als Risiko für die Stabilität der EU und die Unterstützung der Ukraine wahrgenommen.

Wenn sich der Baden-Württembergische VerkehrsministerHermann (Grüne) im April 2025 zur Verlagerung von Arbeitsplätzen durch Mercedes-Benz nach Ungarn äußert, dass ihn dies "nicht schmerze", darf man sich schon fragen, ob der Mann die Zeichen der Zeit erkannt hat. Was das für die Region bedeutet, zeichnet sich an den aktuellen Arbeitslosenzahlen ab. 3,085 Mio. (Quote von 6,6 %) sind in Deutschland ohne Arbeit. Die höchste Zahl seit 2014.

Die drastisch eingebrochenen Gewerbesteuereinnahmen in Stuttgart und Sindelfingen, von jeweils rund 50 % zeigen deutlich, wohin die Reise geht. Wenn man dann liest, dass US-Handelsminister Howard Lutnick im Januar 2025 Mercedes-Chef Ola Källenius angeboten hat, unter besten Standortvoraussetzungen den Konzernsitz in die USA zu verlegen, braucht es wenig Phantasie, die daraus resultierenden Folgen für unser Land abzusehen.

Beim Kommunalforum am 8. Oktober 2025 in Baden-Baden, mit dem Motto: „KommunenamLimit“, zeichneten der Landkreistag Baden-Württemberg und verschiedene Referenten ein düsteres Bild für die Finanzhaushalte aller Flächenländer in Deutschland. Im Jahr 2023 lag das Minus der Haushalte bei 6,34 Mrd. Euro, 2024 bereits bei minus 24,28 Mrd. und bis zum Jahr 2028 wird ein Defizit von 36,1 Mrd. prognostiziert. Die Gründe sind einfach: Die massive Ausgabendynamik liegt deutlich über den Einnahmen.

Prof. Dr. Alexis von Komorowski, der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg, stellte in einem Artikel drei zentrale Forderungen:

„Es bedarf erstens einer kurzfristigen finanziellen Stabilisierung der kommunalen Haushalte. Zweitens muss die Ausgabendynamik bei den Sozialleistungen durchbrochen werden. Drittens gilt es, systematisch Standards zu überprüfen und Verfahren konsequent zu vereinfachen.“

Nun hört man mancherorts, insbesondere auch im Esslinger Kreistag, man darf alles nicht so schlechtreden: „Es ist höchste Zeit, dem Zukunftspessimismus etwas entgegenzusetzen.“ (Medla, SPD), Herr Roos (Die Linke) will sich nicht an der „Miesmacherei“ beteiligen. Der scheidende Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) sagt im Weihnachtsinterview: „Wir brauchen eine bessere Stimmung.“ Schöne Worte!

Sagen sie das den Menschen, die gerade bei BOSCH um ihren Arbeitsplatz bangen, die bei Miele, BASF, Bayer, ZF Friedrichshafen oder Continental vor der Wahl stehen arbeitslos zu werden oder den Freundeskreis hier zu verlassen und mit der Familie an den künftigen Firmensitz im Ausland zu ziehen.

Wenn der Motorsägenhersteller STIHL in Waiblingen überlegt, Teile der Produktion in die Schweiz zu verlegen, weil dort die Lohnkosten geringer sind (Wochenarbeitszeit von über 40 Stunden) oder gar nach Vietnam, dann nützt halt „Schönreden“ nichts mehr. Zu Recht hat Ministerpräsident Kretschmann in seiner „Abschiedsrede“ beim DGB darauf hingewiesen, dass wir im Vergleich mit allen Industrienationen die geringste Jahresarbeitszeit haben.

Dass bei der arbeitenden Bevölkerung Frust aufkommt, wenn man sieht, dass Menschen die arbeiten könnten aber nicht wollen - mag dies auch nur ein geringer Teil sein - ist der sozialeFriede in Gefahr. Dies führt dazu, dass die Menschen an die extremen Ränder abgleiten.

In dieser Lage war es unverantwortlich und töricht, dass die Grünen im EU-Parlament für die Ablehnung des Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay mitverantwortlich waren. Rund 270 Millionen Menschen leben dort. Weitere südamerikanische Länder mit über 400 Millionen Menschen könnten dazukommen.

Mit dem Abkommen würde der Handel zwischen der EU und den Mercosur-Staaten erleichtert. Für die Autoindustrie fallen derzeit Zölle von 35 Prozent an, aber auch der Maschinenbau und die Pharmaindustrie wären Gewinner der Freihandelszone.

Verbraucherinnen und Verbraucher könnten von niedrigerenPreisen profitieren - zum Beispiel bei Fleisch, Obst, Kaffee und Zucker. Es wäre auch ein wichtiges Signal für die Zollpolitik von Donald Trump gewesen. Unser Landkreis und die gesamte Region, mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen im Maschinen- und Fahrzeugbau, würden von diesem Handelsabkommen profitieren.

Zwar sieht das Ifo-Institut für Wirtschaft im Februar 2026 positive Signale und den Beginn einer Erholung. Aber leider nicht in der Industrie und im Baugewerbe. Hier geht der Auslastungsgrad nach unten. Nur bei den Dienstleistungen ist ein Anstieg zu verzeichnen. 

Natürlich gibt es Auswege aus unserer Situation, die wir zum Teil selbst bestimmen können. Was man aus jedem Unternehmen, vom kleinsten mittelständischen Betrieb bis zum Großkonzern hört, ist an erster Stelle: Bürokratieabbau! Nicht erst seit gestern!

Die EU-Kommission hat im vergangenen Jahr 1.456 Rechtsakte auf den Weg gebracht, wie eine Untersuchung des Wirtschaftsverbandes Gesamtmetall ergab. Die Bürokratiekosten der Unternehmen durch Berichtspflichten betragen jährlich über 60 Mrd. Euro. Dieses Geld fehlt der Wirtschaft für Investitionen!

Dies liegt nicht nur an der Politik. Die Bürgerinnen und Bürger tragen ihren Teil dazu bei, indem sie immer mehr staatliche Regulierungen einfordern. Die Vollkaskomentalität muss ein Ende haben. Jeder ist zunächst für sich selbst verantwortlich. Wenn er körperlich oder geistig dazu nicht in der Lage ist, dann erst ist der Staat gefordert.

Sehr treffend war am Tag nach der Bundestagswahl 2025 der Kommentar von Christoph Reisinger in der EZ am 24.02.2025. Er nahm die gesamte Gesellschaft in die Verantwortung, wenn wir – so wörtlich – die „Multikrise“ in Deutschland überwinden wollen. Er beklagte hierbei eine „zu wenig positive Einstellung zu Leistung, übertriebene Ansprüche von Bürgern und Unternehmen an den Staat und durch die Klagewut, die Scheu Entscheidungen zu treffen“.

Es würde den Rahmen sprengen, hier alle Missstände darzulegen. Neben den hohen Energiekosten seien das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (der Name allein ist schon verstörend) oder die Datenschutz-Grundverordnung genannt. Sie sind Sinnbilder für ausufernde und schnellstmöglich zu ändernde Gesetze bzw. Verordnungen.

Wenn der Umweltverband BUND zur Stärkung des Naturschutzes die Einführung von „Renaturierungsräten“ fordert, die auch Beschlüsse fassen können, ist es ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Bundesregierung das Klagerecht der Umweltverbände zugunsten des schnelleren Ausbaus der Infrastruktur einschränken will. Auf die Debatte in Bundesrat und Bundestag darf man gespannt sein. Hier reden sicher wieder welche den Weltuntergang herbei.

Für Weltuntergangsstimmung gibt unser Haushalt keinen Anlass. Zwar sieht der Entwurf im Erfolgsplan ein Minus von 1,8 Mio. Euro vor. Aber wie in den letzten Jahren der Fall, war das Ergebnis meist besser und immerhin beträgt das Ergebnis im Finanzplan noch ein Plus von knapp 400.000 Euro, was bekanntlich die frühere Zuführungsrate im alten Haushaltsrecht war.

Die enormen Ausgaben in den vergangenen Jahren für das Kinderhaus „Alter Eichwald“ (hier erreichte uns noch eine nachträgliche Förderung des Landes von fast 400.000 Euro), den Bauhof und die Erschließungskosten für das Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“, haben unseren „Sparstrumpf“ spürbar geleert. Aber diese Investitionen waren notwendig und die Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet sorgen wiederum für Kapitalrückfluss. Die Darstellung der Liquidität auf Seite 235 des Haushaltsplanes weist beruhigende Zahlen auf. Sie wird durch einen Nachtrag in diesem Jahr noch um 5 Mio. Euro höher ausfallen als im Plan eingestellt.

Wir freuen uns, dass im Gewerbegebiet „Nördlich Albstraße“ ortsansässige Familienunternehmen oder auch Lebensmittelmärkte nun expandieren können und gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Ort investieren. Dafür darf man Unternehmen und allen Selbstständigen dankbar sein. Stattdessen rief Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) 2025 in ihrer Rede auf dem Juso-Bundeskongress zum „gemeinsamen Kampf“ gegen Arbeitgeber auf und bezeichnete diese als „Herren in ihren gemütlichen Sesseln“.

Auch neue, innovative Firmen wollen sich hier ansiedeln. Autobahn- und Flughafennähe spielen sicher eine gewisse Rolle, wenn wir deren negative Auswirkungen auch manchmal beklagen. Das geplante Gesundheits- und Therapiehaus ist ebenso ein Gewinn für unsere Bevölkerung.

Wie wir an unserem Freibad sehen, ist es wichtig, in den guten Zeiten für entsprechende Rücklagen zu sorgen. Die Investitionen in die Technik sind dringend erforderlich. Für unsere Fraktion steht außer Frage, sowohl das Kinderbecken als auch das Sprungbecken zu erhalten. Investitionskosten von 7,8 Mio. Euro stehen insgesamt zu Buche. Wir hoffen zum einen auf Fördermittel des Bundes aber auch das viel bescholtene „Sondervermögen“ wird hilfreich sein. Für Denkendorf sind dies insgesamt rund 7 Mio. Euro bis zum Jahr 2036.

Dieses „Sondervermögen“ sorgt auch für eine Entspannung im Haushalt des Landkreises. Bis 2036 erhält dieser 109 Mio. Euro, alle 44 Kreiskommunen erhalten insgesamt 313 Mio. Euro.

Es ist aber ein „Einmaleffekt“ und ändert nichts an den Strukturproblemen und den steigenden Ausgaben im Sozialbereich, was wir an der Kreisumlage zu spüren bekommen. Diese lag 2023 für Denkendorf noch bei 4,75 Mio. Euro, jetzt sind wir bereits bei rund 7 Mio. Euro. Mit einer Verminderung rechnet ernsthaft niemand.

Mit der Fertigstellung des Kinderhauses „Alter Eichwald“ und der Einweihung im letzten Jahr, können wir den Bedarf an Betreuungsplätzen erfüllen. Die Attraktivität des Gebäudes und des gesamten Areals ist unbestritten. Der „Familientreff“ rundet das Angebot für Kinder und Eltern ab.

Damit steigen natürlich wiederum Personal- und Unterhaltungskosten, ebenso müssennach dem neuen Haushaltsrecht die Abschreibungen erwirtschaftet werden.

So stiegen die Gesamtausgaben für die Kindertageseinrichtungen zum Vorjahr um 400.000 Euro auf 6,9 Mio. Euro an. Das ist seit Jahren der größte Kostenfaktor im Gesamthaushalt. Pro Einwohner geben wir dafür aktuell 466 Euro aus, es folgen die Schulen mit 101,07 Euro (ohne Investitionen und nach Abzug aller Gebühren und Beträge). 

Wie deshalb der SPD Ortsverband Denkendorf im Gemeindeanzeiger vom 27.11.2025 Bürgermeister und Verwaltung (die das übrigens nicht allein entscheiden) auffordern kann, „bei künftigen Haushaltsplanungen und kommunalen Entscheidungen den Schwerpunkt noch stärker auf Familienfreundlichkeit und Bildung zu legen“, das erschließt sich uns nicht. Ein Blick über den Tellerrand hinaus dürfte zeigen, dass wir seit Jahrzehnten hier Vorbildliches leisten. Dies wird uns alljährlich vom Landratsamt in der Stellungnahme zur Kindergartenbedarfsplanung bestätigt.

Ist es sozial, wenn die hier erbrachte Betreuung von Kindern von der Allgemeinheit voll finanziert wird? Der Elternbeitrag entspricht nicht einmal einem Deckungsgrad von 20 %! Der Rest muss von allen aus Steuergeldern erst erwirtschaftet werden. Die vorbildliche Gebührenstaffelung nach Einkommen bei uns beinhaltet bereits den sozialen Ausgleich.

Die Forderung der gebührenfreienKitas - ebenfalls im Artikel zu lesen - wird derzeit im Wahlkampf wieder plakativ gefordert. Das ist nicht neu. Man fragt sich nur, warum ist der SPD im Land dies nicht eingefallen, als ihr jetziger Landesvorsitzender Andreas Stoch noch Kultusminister (2013-2016) war?

Die Diskussion über die Abschaffung der Kindergartengebühren, wie dies in manchen Bundesländern der Fall ist, schwelt schon lange. Es ist nachvollziehbar, dass der Bayerische Ministerpräsident Söder es nicht einsieht, dass die Geberländer beim Länderfinanzausgleich dies mitfinanzieren.

Die Einführung eines beitragsfreien, dann aber natürlich verpflichtenden letzten Kindergartenjahres vor der Einschulung, wie von unserem Spitzenkandidaten Manuel Hagel (CDU) vorgeschlagen, halten wir gerade im Hinblick auf die Sprachförderung für richtig. Die Kosten von 200 Mio. Euro würden vom Land getragen.

Wenn man einige der 1.000 Stellen, welche in der Kernverwaltung der Ministerien seit der Amtsübernahme von Herrn Kretschmann im Jahr 2011 geschaffen wurden, wieder streicht (eine Steigerung von mehr als 50 %), ist dieses Geld schnell eingespart.

Der EvangelischeKleinkinderpflegeverein, Träger der meisten Einrichtungen, musste organisatorisch neu aufgestellt werden. Die Arbeit war allein im Ehrenamt nicht mehr zu leisten. Unser Dank gilt allen, die sich hier weiter ehrenamtlich engagieren, wie auch dem katholischen Träger. Wir finden es wichtig, dass damit gewährleistet ist, dass die Kinder auch mit christlichen Werten aufwachsen.

Baden-Württemberg ist übrigens einer Studie zufolge beim Fachpersonal in Kitas bundesweit Spitzenreiter. Nirgendwo sonst gibt es so viele Kindertagesstätten mit einer Personalausstattung, die den wissenschaftlichen Empfehlungen für eine gute frühkindliche Bildung und Betreuung entspricht, wie aus einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung und des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖiF) an der Uni Wien für 2024 hervorgeht.

Die Fachleute setzten deshalb erstmals nicht nur die reine Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher mit der Zahl der betreuten Kinder und deren Alter ins Verhältnis. Stattdessen berücksichtigten sie auch die Zahl der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder einer körperlichen, geistigen oder (drohenden) seelischen Behinderung in einer Kita, weil diese eine intensivere Begleitung benötigen. (dpa/lsw)

Seit diesem Jahr besteht der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder, zunächst ab der 1. Klasse beginnend. Denkendorf verfügt bereits über ein sehr gutes, flexibles Ganztagesbetreuungsangebot an den Grundschulen. Eine Umfrage zur Bedarfsbestimmung einer offenen Ganztagsschule wurde im letzten Jahr bei den Eltern von zwei Jahrgängen im Kindergarten durchgeführt. Die Elternbefragung ergab, dass bisher keine offene Ganztagsschule gewünscht ist. Wir werden deshalb das seitherige flexible Betreuungsangebot zunächst weiter anbieten. Eine erneute Umfrage zur Bedarfsbestimmung steht im Frühjahr 2026 an.

Aufgrund der sehr guten schulischen Ausstattung ist aktuell nur die Aufstockung des Verwaltungsgebäudes der Albert-Schweitzer-Schule zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsräume notwendig. Die Fördermittel sind bereits eingegangen.

Wie man sieht, sind wir in allen Bereichen gut aufgestellt. Das seit Jahren bewährte „Denkendorfer Modell“ allein bei der Sprachförderung ist beispielhaft. Vorwürfe, man müsse hier mehr tun, sind nicht nachvollziehbar. Leider ist es aber so, dass die Angebote nicht angenommen werden. Von 68 Kindern wurden von den Eltern gerade mal die Hälfte zum neuen Programm „Sprach Fit“ angemeldet.

Die Eltern haben eine Mitverantwortung und wir müssen Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern den Rücken stärken für ihre verantwortungsvolle und nicht immer leichte Aufgabe!

Wenn auch endlich im Mai letzten Jahres der Spatenstich im Baugebiet „Wasserreute“ erfolgen konnte und erste Planungen für das alte Bauhofareal in der Sudetenstraße vorliegen, bleibt der Wohnungsbau eine wichtige kommunale Aufgabe. Die Innerortsentwicklung wird immer wieder als vorrangig bezeichnet. Deshalb sollte sich die Gemeinde nochmals mit dem derzeit brach liegenden Gelände Ecke Südstraße-Mühlhaldenstraße beschäftigen.    

In Deutschland müssten jährlich 258.000 Wohnungen bis im Jahr 2040 gebaut werden. Für 2026 sind aber aktuell nur 215.000 geplant, im Vorjahr waren es immerhin 235.000. Vor allem in den Ballungsräumen spitzt sich die Lage zu. Damit steigen auch die Mieten und die Preise für den Immobilienerwerb. Insbesondere fehlen auch barrierefreie Seniorenwohnungen.

Es ist zu hoffen, dass der von der Bundesregierung am 30. Oktober 2025 in Kraft getretene „Bauturbo“ greift und der akute Wohnungsmangel durch extrem beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren bekämpft werden kann.

Kommunen können in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt nun Wohnbauprojekte genehmigen, selbst wenn diese den Festsetzungen eines bestehenden Bebauungsplans widersprechen oder gar kein Plan vorliegt.

Fristen werden beschleunigt, Kommunen müssen über die Zustimmung zu Vorhaben in der Regel innerhalb von zwei Monaten entscheiden. Es wird deutlich einfacher, Gewerbeimmobilien oder Dachgeschosse in Wohnraum umzuwandeln.

Zudem wurde ergänzend der „Gebäudetyp E“ eingeführt, der es ermöglicht, durch den Verzicht auf teure Komfort-Standards (bei Erhalt der Sicherheit) kostengünstiger und schneller zu bauen.

Mit dem Sanierungsgebiet „Mittleres Oberdorf“ und der Umgestaltung der oberen Ortsmitte, wurde Denkendorf in das Förderprogramm aufgenommen. Das Land bewilligte 2025 einen Förderrahmen in Höhe von 1,66 Mio. Euro, im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ (SZP). Dies wird uns in den kommenden Jahren „positiv beschäftigen“. Unsere Fraktion wird sich weiter für den Erhalt der Anzahl der seither vorhandenen Parkflächen einsetzen. 

Zur kommunalen Wärmeplanung sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet. Ziel ist eine CO2-neutrale Wärmeversorgung aller Gebäude bis 2040. Gemeinsam mit Neuhausen a.d.F. und Wolfschlugen wurde das Planwerk erarbeitet. Nach öffentlicher Vorstellung am 15. April 2026 wird der Endbericht ausgelegt und beschlossen.

Erfreulicherweise ist die Umsetzung des Breitbandausbaus in Denkendorf abgeschlossen. Damit sind auch die vielen Baustellen Geschichte. Andernorts hat man dies alles noch vor sich!

Das Thema Grundsteuerreform hat bis vor einem Jahr die Gemüter bewegt. Bedingt durch die Rechtsprechung haben sich Verschiebungen ergeben. Teilweise gab es Härtefälle, die nicht nachvollziehbar waren. Das lag jedoch nicht im Ermessen der Kommunen. Aber wir haben Wort gehalten, wie unsere Fraktion dies auch im Vorfeld beantragt hatte, dass es keine Steuererhöhung durch die Hintertür geben darf und keine substantiellen Mehreinnahmen. Es zeigt sich darin, dass die Einnahmen aus der Grundsteuer in 2025 geringer waren im Vergleich zum Vorjahr, als die alten Sätze noch erhoben wurden. 

Die Zahl der Asylanträge ist in Deutschland im Jahr 2025 um 33 % zum Vorjahr gesunken. Die Maßnahmen des Bundes wirken. Ein Problem sind aber die stark angestiegenen Zahlen ukrainischer Flüchtlinge. Wir hoffen - nicht nur deshalb - auf ein baldiges Ende dieses Krieges.

Der neue Linienverlauf der Buslinie 121 und der Stundentakt von 5 Uhr bis 20 Uhr bringen eine deutliche Verbesserung für die Pendler in den beteiligten Kommunen. Von der künftigen S-Bahnstation Neuhausen fährt der Bus über Denkendorf, Deizisau zum Bahnhof Plochingen. Die Kosten teilen sich die Kommunen. Für Denkendorf schlägt dies mit 40.000 Euro zu Buche. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung im Körschtal beteiligen sich ebenfalls an den Kosten.

Die Linie 119 wird weiterhin über den Kreis finanziert. Lediglich in den verkehrsarmen Zeiten wurde das Angebot etwas verschlankt. Die Presse sah darin  gleich wieder den Untergang des Abendlandes. Die Beförderung von „leerer Luft“ ist aber weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

Die Anbindung der Stadtbahn U7 an das Neckartal ist weiter in der Pipeline. Wie 2023 im Kreistag auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen (auch wenn andere das Thema plakativ für sich in Anspruch nehmen), wurde die Anbindung von Denkendorf in die Machbarkeitsstudie einbezogen. Erste Ergebnisse erwarten wir in diesem Jahr.

Mit Ausnahme der Wasserverbrauchsgebühr, die moderat auf 2,20 Euro/cbm erhöht wurde, verzichtet die Verwaltung auf Gebühren- bzw. Steuererhöhungen, was wir begrüßen. Dafür ist die sparsame Haushaltsführung der letzten Jahre und Jahrzehnte mit maßgebend.

Die Personalkosten sind leicht auf 5,4 Mio. Euro angestiegen, was einem Anteil am Gesamthaushalt von 15,27 % (VJ 14,85 %) im Erfolgsplan entspricht. Hier bleiben wir stets in einem für unsere Gemeindegröße angemessenen Rahmen.

Zum Schluss noch ein Thema, welches nicht nur bei uns in Denkendorf für Unmut sorgt. Zunehmender Randalismus, Vandalismus und Vermüllung ist vielerorts festzustellen. Wir begrüßen, dass das Land Baden-Württemberg den Einsatz von Videoüberwachung im öffentlichen Raum erleichtert und das Landesdatenschutzgesetz änderte. Es gibt den Kommunen mehr Handlungsspielraum. Hier bitten wir die Verwaltung um Prüfung, ob an den bekannten öffentlichen Brennpunkten eine Videoüberwachung möglich wäre.

Am Ende wie immer der Dank an alle ehrenamtlich Tätigen für ihr uneigennütziges Engagement in den Vereinen und Institutionen. Gerade in diesen unsicheren Zeiten zeigt sich, wie wichtig es ist, sich mit seinen Sorgen und Nöten nicht allein zu fühlen.

Dank an Sie, Herr Bürgermeister Barth, für Ihr Engagement in den letzten acht Jahren. Wir freuen uns, dass Sie aller Voraussicht nach auch in den kommenden acht Jahren an der Spitze der Verwaltung stehen werden. In diesen Dank schließen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde ein.

Die CDU-Fraktion stimmt dem Haushaltsentwurf für 2026 zu.

Danke für Ihr Interesse.

Haushaltsrede 2026 Bündnis 90/DIE GRÜNEN Matthias Schöllkopf und Christa Brockhaus-Henzler

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Barth,

sehr geehrte Damen und Herren,

schon 1998 sang Reinhard Mey in seinem Lied „Narrenschiff“: „die Zeichen stehen auf Sturm“ und „In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt“. Damals hat er wohl nicht geahnt, dass sein Liedtext knapp dreißig Jahre später zutreffender sein würde denn je. Leben wir doch aktuell in einer Welt, in der wir täglich überrollt werden von kaum mehr zu verarbeitenden negativen Nachrichten: Kriege, Klimakrise, Handelsstreitigkeiten und Präsidenten, die keine Skrupel kennen. Weiter heißt es in dem Lied „man hat sich arrangiert, all die hohen Ideale sind havariert“. Um dem entgegenzuwirken, wird es umso wichtiger sein, mit aller Kraft unsere demokratischen Werte zu verteidigen und uns dafür einzusetzen, dass wir auch in Zukunft in einem Land mit freier Meinungsbildung und freien Wahlen leben können.

Wir sind überzeugt, dass die gesellschaftliche Mehrheit die Werte, die Sicherheit, die Solidarität u. v. m. unserer demokratischen Grundordnung erkennt, weiterentwickeln und auch bewahren möchte. Das fängt in jeder Kommune an durch die Wahl der Gemeinde- und Stadträt/innen und der Bürgermeister/innen, die, so wie in Denkendorf, die demokratische Grundordnung vertreten. Leider trifft das nicht in allen Städten und Kommunen in Deutschland zu. Dennoch sind wir hier bei uns in Denkendorf in einer sehr privilegierten Lage.

Im Haushalt für 2026 wird von einem negativen Ergebnis von 1,8 Mio. Euro ausgegangen, was sich nur marginal vom Haushaltsentwurf von 2025 unterscheidet. Mit rund 6,3 Mio. Euro Investitionen, somit rund 10 Mio. Euro weniger als im Rekordjahr 2025.

Nach Einweihung des Großprojekts Kinderhaus „Alter Eichwald“ im März mit vier Gruppen und einem Familientreff werden im Haushalt 2026 rund 500.000 Euro für Planungsleistungen für den Umbau des Albrecht-Bengel-Kindergarten bereitgestellt, was zeigt, dass die Kinderbetreuung eine stetige Herausforderung darstellt, sowohl in der Betreuung an sich, als auch in der Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten. Durch die langfristige vorausschauende Planung zeigt sich, dass Denkendorf in Sachen Kinderbetreuung gut aufgestellt ist. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei den beiden Trägern der Betreuungseinrichtungen, dem Evangelischen Kleinkinderpflegeverein sowie der katholischen Kirchengemeinde, herzlich bedanken.

Der ab Sommer 2026 für Grundschulkinder geltende Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung ist ein weiterer Baustein, der in die Abläufe der Bildungseinrichtungen integriert werden muss. Hierzu hat Denkendorf eine Förderzusage vom Land mit bis zu 1,35 Mio. Euro. Mit dieser Unterstützung soll die Aufstockung des Verwaltungsgebäudes an der Albert-Schweitzer-Schule bewerkstelligt werden, um so der gestiegenen Nachfrage an Ganztagsbetreuungsplätzen gerecht zu werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt an den Schulen ist die Digitalisierung. Hierfür sind die Maßnahmen des Medienentwicklungskonzeptes umgesetzt worden und Mittel aus dem Digitalpakt zurückgeflossen.

Unübersehbar am Orteingang steht ein weiteres Großprojekt aus 2025, der neue Bauhof, für den Mittel in Höhe von 700.000 Euro für Restarbeiten eingestellt sind. Durch eine gemeinsame, praxisorientierte Planung über alle Ebenen hinweg, konnte ein Bauhof errichtet werden, der zu erheblichen Arbeitserleichterungen für das Bauhofteam führt. Zudem wurde das Wasserwerk aus dem Heerweg in den Bauhof integriert und der Turm des Salzsilos kann als Übungsturm für die Feuerwehr genutzt werden. Alles in allem ein sich langfristig auszahlendes gelungenes Projekt.

Das durch den Umzug des Bauhofs frei gewordene Gelände, das zum Wohnquartier umgestaltet werden soll, wird eines der großen Projekte der nächsten Jahre. Hier ist es uns sehr wichtig, den bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der schon beim Baugebiet „Wasserreute“ von allen gefordert war. Dabei sind leider viele der Erwartungen/Ansprüche auf der Strecke geblieben. Das alte Bauhofareal bietet jetzt erneut eine Chance, verschiedene bezahlbare Wohnformen zu schaffen. Das zu verwirklichen liegt in der Hand von uns allen.

Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Nördlich Albstraße“ sind abgeschlossen und in der „Wasserreute“ in vollem Gange. So können einige Bauprojekte in 2026 begonnen werden, wie z.B. der Lebensmittelmarkt und das Gesundheits- und Therapiezentrum. Erfreulich ist auch, dass sich trotz hoher Kosten einige kleine ortsansässige Betriebe für einen Bauplatz entschieden haben. Für ortsansässige Betriebe war das Baugebiet „Nördlich Albstraße“ ja ursprünglich gedacht.

Trotzdem vertreten wir die Meinung, dass der Flächenverbrauch auf allen Ebenen auf ein Minimum reduziert werden muss und vorhandene Potentiale innerorts effektiv genutzt werden müssen.

Im gesamten Filderraum gibt es viele Leerstände, sowohl Gewerberäume wie auch Wohnungen. Oft scheitert eine Umnutzung an bürokratischen Hürden. Hier sind Land und Bund in der Pflicht, unnötige Vorschriften zu überarbeiten. Wohnungen werden nicht vermietet, aus schlechten Erfahrungen heraus, weil das Geld nicht benötigt wird oder auch aus dem Gefühl heraus, dass nur Mieter Rechte haben.

Die Klimakrise schreitet rasant voran. Dadurch nehmen Naturkatastrophen weltweit zu und richten immer größere Schäden an. Dennoch ist die Klimakrise bei vielen aufgrund anderer Ereignisse wie Krieg vor den Toren Europas und narzisstischen Politikern in den Hintergrund gerückt. Unabsehbare Folgekosten durch zunehmende Dürren, Überflutungen oder fehlendes sauberes Wasser werden das Ergebnis sein. Mit diesem Wissen muss der Schutz des Klimas oberstes Ziel sein. Damit wertvolle Ressourcen wie das eigene Trinkwasser nicht unbrauchbar werden. Hierzu hat das Thünen Institut in einer Studie festgestellt, dass der ökologische Landbau maßgeblich zu einer Reduktion der Nitratbelastung im Trinkwasser führt. Laut Umweltbundesamt kostet es zwischen 55 und 76 Cent/m³ Nitrat aus dem Wasser zu holen. Um kostendeckend zu wirtschaften wird in Denkendorf der Wasserpreis auf 2,20 Euro angehoben. Bei der Abwasserbeseitigung bleiben die Gebühren auf dem Niveau von 2025 bestehen. Dies bedeutet lediglich eine Steigerung um 0,20 Euro/m³ für das Frischwasser.

Die Ausschöpfung der Potentiale kommunaler Dachflächen für Photovoltaik ist ebenfalls zeitnah anzustreben. So sind in 2026 weitere 150.000 Euro für den Ausbau der Photovoltaikanlagen in der Gemeinde bereitgestellt. Seit Mai gibt es in Denkendorf das sogenannte Klimalogbuch, das den kommunalen Klimaschutz dokumentiert. Des Weiteren wird die kommunale Wärmeplanung zusammen mit Neuhausen und Wolfschlugen vorangetrieben.

Die Beauftragung zur Umsetzung eines kommunalen Wärmenetzes mit regenerativen Energiequellen der Firma GP Joule ist ein weiterer Schritt zur Abkehr von fossilen Brennstoffen. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Kriege in der Ukraine, im Gazastreifen und in anderen Teilen der Welt zwingen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und anderswo Schutz zu suchen. Um der kommunalen Aufgabe, geflüchteten Menschen Schutz zu bieten, nachkommen zu können, hat die Gemeinde das Hotel Bärenpost erworben und saniert. So können dort geflüchtete bzw. schutzsuchende Menschen eine Unterkunft finden, die Denkendorf über den Verteilschlüssel zugewiesen werden. Im Alltag herausfordernd bleibt die Integration der Geflüchteten. Hier leisten die beteiligten Akteure Großes.

Bei der Gewerbesteuer wurde solide, wie im Vorjahr, mit 5,5 Mio. Euro kalkuliert. Hier zeigt sich, dass Denkendorf trotz wirtschaftlich schwieriger Lage dank vieler kleiner Gewerbesteuerzahler einigermaßen konstante Einnahmen erzielen kann. 2025 kam es erfreulicherweise zu Mehreinnahmen durch Steuernachzahlungen.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B wurden auf dem Niveau von 2025 beibehalten. Auf die Einführung der Grundsteuer C wurde in 2026 verzichtet, dies muss aber für 2027 neu diskutiert werden.

Nachfolgend auf das Sanierungsgebiet „Kloster/Körsch“ folgt das Sanierungsgebiet „Mittleres Oberdorf“, zu dem auch die Ochsenkreuzung zählt. Bei der Umsetzung, die für 2027 geplant ist, war es uns immer ein Anliegen die Aufenthaltsqualität zu fördern und einen Ort zum Verweilen zu schaffen. Trotz aller Bemühungen und Unterstützung seitens der Gemeinde musste der CAP-Markt vergangenes Jahr schließen, letztendlich auch dem Kaufverhalten der Bürger geschuldet. Durch den Erwerb des Gebäudes durch die Gemeinde besteht weiterhin die Chance eine Nutzung zur Belebung der oberen Ortsmitte zu finden.

Im Ort ist überall der Slogan zu lesen „Wir leben Zusammenhalt“. Immens wichtig für diesen Zusammenhalt ist das Ehrenamt. So engagieren sich viele von Ihnen in den verschiedensten Ehrenämtern, z.B. Feuerwehr, Bürgerbus, Sportvereine und sehr viele weitere, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Ihnen danken wir sehr für Ihr ehrenamtliches Engagement und werben dafür, sich ehrenamtlich zu engagieren und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten. So beteiligt sich auch die Gemeinde an der Vereinsförderung und anderen Aktivitäten wie z.B. dem Schlehenfest und dem Weihnachtstreff, sowohl durch monetäre als auch personelle Unterstützung, was in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit ist. Auch das Freibad als Freizeitangebot nimmt einen hohen Stellenwert ein und verursacht erhebliche Kosten.

So wird in den kommenden Jahren das Freibad für rund 7,8 Mio. Euro saniert werden. Hier werden im Jahr 2026 450.000 Euro für Planungsleistungen eingestellt. Ein Förderantrag im Bundesprogramm für Sportstätten wurde bereits gestellt. Trotz der hohen Kosten für die Sanierung ist das Freibad ein Teil Denkendorfs und nicht aus dem Ort wegzudenken.

Des Weiteren werden wieder verschiedene Unterhaltungsmaßnahmen an den kommunalen Liegenschaften, sowie einige Kanalsanierungen und Straßenbaumaßnahmen durchgeführt. So wird dafür gesorgt, die Liegenschaften und die Infrastruktur in gutem Zustand erhalten, was sich langfristig auszahlt.

Durch ein mit rund 6,3 Mio. Euro kleineres Investitionsvolumen als in den Vorjahren und dank einiger Grundstücksverkäufe in den Baugebieten ist die Liquidität der Gemeinde gesichert. Gleichwohl die kommunalen Aufgaben immer vielfältiger und bei gestiegenen Kosten immer schwieriger zu bewältigen sind, sehen wir den Haushalt als solide an und tragen diesen vollumfänglich mit.

Wir werden uns auch weiterhin nicht arrangieren, sondern uns dafür einsetzen, dass die hohen Ideale nicht havarieren und der „Kurs aufs Riff“ abgewendet wird.

Die Grünen stimmen der Haushalts- und Finanzplanung 2026 zu.

Bündnis 90/Die Grünen

Matthias Schöllkopf, Christa Brockhaus-Henzler

 

Haushaltsrede 2026 der SPD Denkendorf, Barbara Fröhlich

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Ludwig, 
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats, 


„Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit“ 


Dieses Zitat von Kurt Schumacher hat nichts von seiner Aktualität verloren. Und was könnte wirklicher 
sein als die Darstellung von Geldmitteln – wieviel ist da, wo soll es hin, was steht an erster Stelle? 
Wir beraten heute über den Haushaltsplan 2026 und müssen entscheiden, wie Erträge und Investitionen 
in Höhe von über 6 Mio. verteilt werden sollen. 


Wohnen/Wirtschaft 
Mit der Wirtschaft in Deutschland geht es nur extrem langsam aufwärts. Automobilindustrie und 
Bauwirtschaft, vor allem in Baden-Württemberg ein Garant für Wohlstand, geben Anlass zu großer 
Sorge. Jahrzehntelange staatliche Zurückhaltung in Investitionen hat die Wirtschaft schwächeln lassen. 
Gewerbesteuer und Einkommensteuer sind rückläufig, auch in Denkendorf startet das Haushaltsjahr mit 
einem Defizit von 1,8 Mio. Euro. Das im letzten Jahr neu aufgelegte Sondervermögen kommt über den 
Umweg der Landesförderung auch Denkendorf mit Fördersummen zugute. Die Gemeinde Denkendorf 
hat vor allem im letzten Jahr große Investitionen getätigt. 
Der neue Bauhof, das Kinderhaus Alter Eichwald und die Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet 
Wasserreute haben große Summen erfordert. Auch in 2026 werden weiter wichtige Investitionen 
getätigt. 


In Baden-Württemberg fehlen 200.000 Wohnungen. Gefragt sind vor allem Wohnungen, deren Mieten 
auch von unteren und mittleren Einkommen getragen werden können. Gerade das freiwerdende alte 
Bauhof Areal könnte mit neuen, attraktiven Wohnformen in bezahlbarem Rahmen zur Linderung der 
Wohnungsnot beitragen. Auch die Nachfrage nach Bauplätzen ist im Ort ungebrochen groß, wie die 
Vermarktung der Plätze in der „Wasserreute“ deutlich zeigt. 
Umso unverständlicher ist es, dass es im Orts Gebiet von Denkendorf mehr als 30 unbebaute Bauplätze 
gibt, die seit Jahrzehnten voll erschlossen brach liegen! 
Die Einführung der Grundsteuer C für zurückgehaltene Baugrundstücke würde deutlich machen, dass 
diese auch ihrem Zweck zur Wohnbebauung zugeführt werden müssen. Die Grundsteuer C zeigt in 
Städten, die diese Steuer bereits erheben, durchaus Wirkung. 
Der CAP-Markt in der Berkheimer Straße wurde nach Auslaufen der Förderungen zum Bedauern vieler 
Anwohner leider geschlossen. Zur Nahversorgung könnte hier ein Selbstbedienungs-Lebensmittelladen 
etabliert werden. Seit Jahren gibt es hier andernorts sehr positive Erfahrungen. Eine neue gesetzliche 
Grundlage sichert den Betrieb, einer Öffnung rund um die Uhr steht nichts mehr im Wege. 
 


Bildung 
Bildung ist der Schlüssel in unsere Zukunft. Und diese beginnt bereits im Kindergarten, hier werden die 
Grundlagen gelegt. Die im frühkindlichen Alter erlernten Kompetenzen sind maßgeblich für den 
späteren Erfolg in der Grundschule. Dass mehr als 20% der Viertklässler nicht ausreichend lesen, 
schreiben und rechnen können, ist eine Bildungskatastrophe! 
Kinderbetreuung darf jedoch nicht zu einer Frage der finanziellen Leistungsfähigkeit werden. Sie ist ein 
entscheidender Baustein für Chancengerechtigkeit, für gesellschaftliche Teilhabe und für die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb sollte es für alle Kinder kostenfrei möglich sein, eine Kita 
ab 3 Jahren zu besuchen, das letzte Jahr vor der Schule möglichst auch verpflichtend. Kinderbetreuung 
muss künftig kostenfrei werden damit allen Kindern gleiche Bildungschancen offenstehen! 
Viele Familien stehen unter erheblichem finanziellem Druck. Gestiegene Lebenshaltungskosten, hohe 
Energiepreise und allgemeine Preissteigerungen belasten die Haushaltsbudgets spürbar. Für junge 
Familien wird jeder zusätzliche Euro schnell zur echten Herausforderung. 
Deshalb beantrage ich, die automatische Fortschreibung bzw. Erhöhung der Kita-Gebühren entsprechend 
den Empfehlungen der kirchlichen und kommunalen Träger für das kommende Haushaltsjahr 
auszusetzen. 


Beschlussantrag:
Der Gemeinderat beschließt, die für das kommende Haushaltsjahr mögliche automatische Erhöhung der 
Elternbeiträge für die Kinderbetreuung entsprechend den Empfehlungen der kirchlichen und 
kommunalen Träger auszusetzen. 
Die durch den Verzicht auf die Gebührenerhöhung entstehenden Mindererträge sind im Haushalt durch 
eine entsprechende globale Minderausgabe zu kompensieren. 
Begründung:
Eine mögliche Fortschreibung der Elternbeiträge führt zu einer zusätzlichen finanziellen Belastung vieler 
Familien in unserer Gemeinde. Vor dem Hintergrund weiterhin hoher Lebenshaltungskosten und 
wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Großraum Stuttgart, zu erkennen an den 
Gewerbesteuereinnahmen, erscheint eine automatische Anpassung derzeit sozialpolitisch nicht 
angezeigt. 
Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und trägt 
maßgeblich zur Chancengerechtigkeit sowie zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Ziel 
sollte es daher sein, den Zugang zu Betreuungsangeboten möglichst bezahlbar zu halten. 
Die Aussetzung der Gebührenerhöhung stellt keine grundsätzliche Abkehr von der bisherigen 
Gebührenstruktur dar, sondern eine bewusste politische Prioritätensetzung zugunsten von Familien. 
Die Trägerschaft der Kinderbetreuungseinrichtungen wird in Denkendorf ausgelagert und an den 
Evangelischen Kleinkinderpflegeverein und die katholische Kirche übertragen. Damit haben Kinder aus 
Familien, die keiner oder nichtchristlichen Glaubensrichtungen angehören, keine Möglichkeit einer 
nichtreligiösen Betreuung. 
Eltern müssen selbst bestimmen können, in welcher Weltanschauung sie Ihre Kinder erziehen wollen. 
Dazu müssten auch in Denkendorf Möglichkeiten geschaffen werden. Deshalb ist es dringend geboten,  
seitens der Verwaltung nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die dem Grundsatz der Religionsfreiheit 
entsprechen. 
Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule ab 2026 stellt die Schulträger vor neue 
Herausforderungen. Unbestritten ist, dass im Ganztag pädagogische Konzepte besser und nachhaltiger 
umgesetzt werden können. Im Hinblick auf die großen Defizite, die viele Grundschüler aufweisen, ist es 
dringend geboten, nicht nur eine Betreuung für den Nachmittag bereitzustellen, sondern sinnvolle 
Förderung im Ganztag anzubieten. Auch im Hinblick auf die finanzielle Belastung vieler Familien muss es 
eine Alternative zur kostenpflichtigen Ganztagsbetreuung geben. 
Dazu bedarf es im Vorfeld einer gut vorbereiteten Abfrage zum Bedarf. Das Ergebnis der bereits 
erfolgten Abfrage zeigt vor allem, dass für viele Eltern der Zeitpunkt einfach zu früh war, da die Kinder 
gerade erst im Kindergarten angekommen waren und erst noch dort 3 Jahre vor sich haben. Zum 
anderen ist die simple Frage „Ja“ oder „Nein“ zu kurz gedacht. Ein gut gestalteter „Onepager“, der die 
wichtigsten Eckpunkte zu Umfang und Kosten des Ganztags abbildet, sollte der erneuten Umfrage 
beiliegen und so die Beantwortung erst ermöglichen. 
In unseren weiterführenden Schulen wird neben der Erfüllung des Bildungsauftrags auch außerhalb des
Unterrichts wertvolle pädagogische Arbeit geleistet. Gerade auch das herabgesetzte Wahlalter auf 16 
Jahre erfordert stärkere Anstrengungen in der Demokratiebildung. Ich bedanke mich ganz besonders bei 
unseren Schulsozialarbeiterinnen für ihre sehr engagierte Arbeit! In der Lebenswirklichkeit unserer 
Kinder und Jugendlichen macht sich ein Einfluss bemerkbar, der riesiges Suchtpotential bereithält und 
die seelische Gesundheit unserer Kinder ernsthaft gefährdet. Der ungeregelte Zugang zu den 
Plattformen der Social Media verursacht großen Schaden in der Entwicklung von Kindern und 
Jugendlichen. Zielgerichtet ziehen Algorithmen die Nutzer in eine Abwärtsspirale und setzen sie 
Einflüssen aus, die unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung schaden. Ein staatlich verankertes Verbot 
für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren bestimmter Plattformen ist dringend geboten! 
Außerhalb der Schule bietet das Jugendhaus Focus einen geeigneten Rahmen, vielfältige Angebote für 
Freizeit und Spaß bereitzuhalten. 
Auch Jugendliche, die außerhalb Denkendorfs Schulen besuchen, finden bei entsprechenden Angeboten 
einen Platz für sich und können so ihre Verbundenheit mit Denkendorf stärken. 
Die Gemeinde bezuschusst das Jugendhaus mit jährlich 10.000 Euro. Ein Großteil des Haushaltsbudgets 
muss aber selbst, z.B. durch Veranstaltungen, erwirtschaftet werden. Dazu gehört natürlich ein 
funktionierendes Soundsystem mit entsprechender Musikanlage. Schön, dass die Anlage erneuert und 
das Haus nun behutsam renoviert wird. 
Die enorme Preissteigerung vor allem im Lebensmittelbereich belastet auch das Budget des 
Jugendhauses. Um die Kosten für Getränke und Lebensmittel zu entlasten regen wir an, den diesjährigen 
Zuschuss um 300.- Euro zu erhöhen. 
Das Team des Focus organisiert jedes Jahr in den Sommerferien die Zweiwöchige Ferienbetreuung für 
die Denkendorfer Schulkinder. Diese erfreut sich großen Zuspruchs und ist immer in kürzester Zeit 
ausgebucht. 
Ein großes Team von engagierten Ehrenamtlichen unterstützt die Leitung in Betreuung und Küche und 
macht ein abwechslungsreiches Angebot mit schmackhaftem Essen erst möglich. Ohne dieses 
Engagement könnte dieses und viele andere Angebote nicht realisiert werden. 
Deshalb unterstützen wir die kreisweite Ehrenamtskarte und begrüßen, dass sich Denkendorf hier 
angeschlossen hat. Wir sind sicher, dass der Beitrag an Vergünstigungen in der „Ehrenamtsbox“ im Laufe 
der Zeit noch erweitert werden kann. 
Ehrenamtliches Engagement ist auch die Triebfeder im Partnerschaftskomitee mit dem französischen 
Meximieux.  
Private Kontakte, regelmäßiger Austausch und Freundschaften sichern das „Miteinander“ auch über 
Staatsgrenzen hinweg. 
Wir freuen uns über das 40 Jahre bestehende Partnerschaftskomitee, das überzeugend die Kraft des 
„Miteinanders“ bestätigt. 


Sport und Freizeit 
Denkendorf ist stolz auf sein einzigartiges Freibad mit riesigem Liegeareal und 
Wettkampfschwimmbecken! 
Es erfreut sich Zuspruch aus der ganzen Region und bietet für alle ein großes Angebot. 
Nach vielen Jahrzehnten ist es nun an der Zeit, vor allem die Technik zu erneuern. Es ist zu hoffen, dass 
der Einsatz von kalkulierten über 7 Mio. Euro mit Mitteln aus der „Sportmilliarde“ gefördert wird. Leider 
ist dieser Topf viel zu klein geraten und jetzt schon mehrfach überzeichnet. Es wäre angebracht, dass 
auch die Landesregierung ihren angemessenen Beitrag leistet und dem Auftrag zur Förderung von Sport 
und Gesundheit nachkommt. 
Eine Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobile, mit Entsorgungsstation für Chemietoiletten und 
Grauwasser, würde im Bereich der östlichen Filder eine Lücke schließen und sicher dankbar 
angenommen werden. 


Klimaschutz 

Der Klimawandel schreitet voran und ist nun unbestritten spürbar. Ob sich diese Entwicklung aufhalten 
lässt ist wahrscheinlich nur durch eine globale Anstrengung beantwortbar. Im Kleinen aber kann jeder 
etwas beitragen, der Umstieg auf Elektromobilität stellt zum Beispiel eine gute Möglichkeit dar. Dazu 
bedarf es eines guten Angebots an Ladeinfrastruktur, die ein Schnellladen ermöglicht und mit üblichen 
Ladekarten zu angemessenen Preisen bedient werden kann. 
Die kürzlich auf privatem Grund errichteten sechs Schnellladesäulen erfreuen sich großer Nachfrage und 
erlauben schnelles und bezahlbares Laden von Elektroautos. Leider sind andere Ladestationen, die auf 
gemeindeeigenem Grund stehen, wenig genutzt. Zu langsam, zu teuer. 
Photovoltaik stellt ein wichtiges Glied in klimaneutraler Energiesicherung dar. Wir begrüßen 
ausdrücklich die Einstellung von Haushaltsmitteln für den Ausbau der Photovoltaik auf 
gemeindeeigenen Flächen. Viele andere große Flächen könnten sinnvoll genutzt werden, so sind in 
vielen Ländern Parkplätze ganz selbstverständlich mit Solarzellen überdacht und bieten zweifach 
Nutzen: Schutz vor Witterung und Sonne sowie eine hohe Energieausbeute. 
Der anhaltende Regen in der letzten Woche hat gezeigt, dass die Renaturierung des oberen KörschVerlaufs hält und die Wassermassen aufnehmen kann. Es wäre wünschenswert, diese Maßnahmen auch 
im unteren Teil nach der Kirchstraße zu realisieren. 
Die kommunale Wärmeplanung soll nachhaltige Energieversorgung sichern. Dabei ist natürlich vor allem 
von Bedeutung, wie die Energie für Wärmenetzte erzeugt wird. Nur CO2 neutrale Wärmeerzeugung kann 
diesem Anspruch genügen. 
 

ÖPNV 
Der öffentliche Personennahverkehr stellt einen wichtigen Faktor im Klimaschutz dar. 
Menschen steigen nur dann auf den ÖPNV um, wenn dieser zuverlässig, bezahlbar und in ausreichender 
Frequenz zur Verfügung steht. Denkendorf an die Schiene anzuschließen ist ein vielgeäußerter Wunsch 
und könnte über die Linie U7- U8 im Berufsverkehr eine große Entlastung bringen. Doch vor allem die 
steigenden Preise bereiten große Sorgen. Wieder werden in diesem Jahr die Fahrpreise erhöht und 
machen den ÖPNV unattraktiv oder sogar unbezahlbar. 
Meine sehr geehrten Damen und Herren, 
nur der unverstellte Blick auf die Wirklichkeit ermöglicht zielgerichtetes Handeln zum Wohle der 
Gemeinschaft. 
Mit Spannung wird der Ausgang der Landtagswahlen in zwei Wochen erwartet. Gerade auf Landesebene 
wird die Bildungspolitik geregelt und wichtige Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort BadenWürttemberg getroffen. Viele junge Menschen dürfen erstmals ab 16 Jahren wählen. Ich hoffe, es ist ein 
Verständnis vorhanden, dass diesen jungen Menschen ihre große Verantwortung für Demokratie 
bewusst sein lässt. 
Es geht um die Verteidigung der Demokratie, sie ist augenscheinlich dringend notwendig. Menschenund Wirtschaftsfeindlichkeit dürfen in unserem Staat keinen Platz haben! 
Ihnen, Herr Barth, wünsche ich alles Gute zur anstehenden Bürgermeisterwahl mit hoffentlich hoher 
Wahlbeteiligung. 
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats, vielen Dank für 
ihre Aufmerksamkeit.