Ein Raum voller Möglichkeiten
Die Neuausrichtung des ehemaligen CAP-Markts kann weiter Fahrt aufnehmen! Der begonnene Beteiligungsprozess wird gemeinsam mit einer Bürgerinitiative fortgeführt. Nun hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den bisherigen Projektverlauf und die Ergebnisse des Workshops zustimmend zur Kenntnis genommen und die Fortführung des Beteiligungsprozesses beschlossen. Damit geht der Entwicklungsprozess für einen neuen Begegnungsort im ehemaligen CAP-Markt weiter.
Der Funke ist bereits in der Informations- und Beteiligungsveranstaltung am 20. Juli 2026 übergesprungen. Rund 130 Bürger waren der Einladung der Gemeinde zu einem offenen Workshop in den Räumlichkeiten des ehemaligen CAP-Markts gefolgt. Ziel des Abends war es, gemeinsam Ideen für die zukünftige Nutzung der rund 400 Quadratmeter großen Fläche zu entwickeln und Menschen zu finden, die bereit sind, sich aktiv einzubringen. Der Abend endete mit einem klaren Signal: Es gibt genügend Menschen, die den begonnenen Weg mitgehen möchten. In der vergangenen Woche hatten wir darüber ausführlich in der Gemeindeanzeiger-Ausgabe vom 23. Juli 2026 berichtet. Über 60 Bürgerinnen und Bürger haben ihr Interesse am weiteren Prozess bekundet und ihre Kontaktdaten hinterlassen.
Gemeinderat gibt grünes Licht für die Fortführung des Beteiligungsprozesses
Der Gemeinderat hat nun in seiner Sitzung am 27. Juli den bisherigen Projektverlauf und die Ergebnisse des Workshops zustimmend zur Kenntnis genommen und die Fortführung des Beteiligungsprozesses beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, einen Förderantrag im Programm „Quartiersimpulse“ des Landes Baden-Württemberg bis zum 14. August zu stellen. Mit den Fördermitteln soll insbesondere die weitere Prozessbegleitung unterstützt werden.
Frank Obergöker machte für die FWV-Fraktion deutlich, dass sie dem Projekt zwar mit einer gewissen Zurückhaltung begegne, die große Resonanz auf die Bürgerveranstaltung jedoch positiv überrascht habe. Er sprach sich dafür aus, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und die Chancen der Landesförderung zu nutzen. Gleichzeitig müsse die Entwicklung regelmäßig überprüft werden und es müsse jederzeit möglich sein, den Kurs bei Bedarf anzupassen.
Peter Nester sprach sich für die CDU-Fraktion dafür aus, dem Projekt eine Chance zu geben und das große Engagement der Teilnehmer aufzugreifen. Neue Ideen könnten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Oberen Ortsmitte geben und sollten daher gemeinsam weiterverfolgt werden.
Christa Brockhaus-Henzler bewertete für Bündnis 90/Die Grünen die hohe Beteiligung der Bürgerschaft als ermutigendes Signal. Gleichzeitig gab sie zu bedenken, dass erfolgreiche Beispiele aus anderen Kommunen nicht ohne Weiteres auf Denkendorf übertragbar seien. Ziel müsse es sein, gemeinsam mit den Bürgern ein passendes Konzept für Denkendorf zu entwickeln und bestehende Angebote sinnvoll zu ergänzen.
Für Barbara Fröhlich von der SPD stand vor allem die große Resonanz auf die Bürgerveranstaltung im Mittelpunkt. Besonders positiv bewertete sie, dass sich viele Menschen eingebracht hätten, die sich bislang nur wenig an kommunalpolitischen Themen beteiligt haben. Darin sehe die SPD ein großes Potenzial für die weitere Entwicklung des Projekts und für eine aktive Mitgestaltung durch die Bürgerschaft.
Bürgermeister Barth machte im Rahmen seiner Verwaltungseinschätzung deutlich, dass die Fördermittel verantwortungsvoll eingesetzt werden müssten. Bis zur Einreichung des Förderantrags entstehen der Gemeinde keine weiteren Kosten. Erst wenn das Projekt in die nächste Förderphase aufgenommen wird, sind weitere finanzielle Mittel erforderlich. Zudem skizzierte er gewisse Rahmenbedingungen für den weiteren Prozess, unter deren Prämisse es immer auch erlaubt bleiben müsse, diesen zu hinterfragen.
Wie geht es nun weiter?
Zunächst wird die Verwaltung fristgerecht im August den Förderantrag einreichen. Noch im Laufe des Septembers ist wohl mit einer Rückmeldung zu rechnen. Nur wenn die Förderung tatsächlich kommt, wird der Prozess im vorgesehenen Umfang fortgeführt. Ab Mitte Oktober wird dann die Bürgerinitiative gemeinsam mit der begleitenden Firma MYZELIUM UG das Konzept weiterentwickeln und mögliche Organisations- und Betreibermodelle prüfen. Die Gemeinde schafft hierfür den Rahmen und begleitet den Prozess, die inhaltliche Entwicklung soll jedoch aus der Bürgerschaft heraus erfolgen.
Der Weg ist noch nicht zu Ende, aber ein wichtiger erster Schritt ist gemacht. Wenn viele Menschen ihre Ideen, Zeit und Fähigkeiten einbringen, kann aus dem ehemaligen CAP-Markt ein neuer lebendiger Ort für Denkendorf entstehen.
Wer noch bei der Bürgerinitiative mitmachen möchte, darf sich mit einer kurzen Mail und seinen Kontaktdaten an uns wenden. Die Verwaltung wird diese Daten dann an MYZELIUM weitergeben, die den weiteren Prozess koordinieren.





