Hier entsteht Heimat

icon.crdate31.07.2026
Baugebiet „Wasserreute“: Erschließung offiziell abgeschlossen
Mit einem symbolischen Banddurchschnitt wurde am vergangenen Montag das neue Baugebiet „Wasserreute“ gemeinsam mit den Maßnahmen zum Starkregenschutz offiziell an die Gemeinde übergeben. Zahlreiche Gäste aus Gemeinderat, Verwaltung, den beteiligten Planungsbüros und Unternehmen sowie Anwohner und Bauinteressenten nahmen an der kleinen Feierstunde teil.
Bürgermeister Ralf Barth erinnerte daran, dass an gleicher Stelle vor gut einem Jahr der Spatenstich erfolgte. Nun sei aus einer langjährigen Planung innerhalb von nur 13 Monaten Bauzeit Wirklichkeit geworden. Gleichzeitig blickte er auf den Entstehungsprozess des Baugebiets zurück. Dieser sei von intensiven Diskussionen, unterschiedlichen Meinungen und schließlich von einem gemeinsam gefundenen Kompromiss geprägt gewesen. Heute zeige sich, dass diese Entscheidung eine gute Grundlage für die Entwicklung Denkendorfs geschaffen habe.
Ein neues Zuhause für rund 200 Menschen
Mit der Erschließung entsteht auf einer Fläche von rund 1,58 Hektar ein neues Wohnquartier mit etwa 90 Wohneinheiten für rund 200 Menschen. „Hier entsteht Heimat“, betonte Bürgermeister Barth. Ziel der Gemeinde sei es, ein lebendiges Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen zu schaffen – vom Reihen- und Doppelhaus bis hin zum Geschosswohnungsbau. Rund 80 Prozent der Bauflächen befinden sich im Eigentum der Gemeinde. Für Teile dieser Flächen wird derzeit ein Investoren-Auswahlverfahren vorbereitet. Im Mittelpunkt sollen dabei nicht allein wirtschaftliche Kriterien stehen, sondern vor allem hochwertige Konzepte mit bezahlbarem Wohnraum und einer nachhaltigen Quartiersentwicklung.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der neu geschaffene Starkregenschutz. Mit Schutzwällen, Geländemodellierungen und Einlaufbauwerken wurde ein System geschaffen, das nicht nur das neue Baugebiet, sondern auch weite Teile der bestehenden Ortslage künftig besser vor den Folgen von Starkregen schützt. Bürgermeister Barth verwies auf die Erfahrungen aus dem Starkregenereignis im Jahr 2008 und betonte, dass Investitionen in den Klimaschutz und die Klimaanpassung zugleich Investitionen in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger seien.
Im Anschluss übergab Günter Baumann, Geschäftsführer der Geoteck Ingenieure GmbH die Erschließungsanlagen offiziell an die Gemeinde. Er dankte allen Projektbeteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit während der vergangenen Jahre – insbesondere der Gemeinde, dem Gemeinderat, den Fachplanern, der ausführenden Baufirma Brodbeck sowie den beteiligten Grundstückseigentümern. Ohne deren Mitwirkung und die Bereitschaft, die gemeinsame Baulandentwicklung mitzutragen, wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Besonders erfreulich sei zudem, dass die Erschließungsmaßnahmen voraussichtlich 10 bis 15 Prozent günstiger als ursprünglich kalkuliert abgerechnet werden können.
Nächste Schritte
Die Arbeiten am Spielplatz sowie an den Bepflanzungen werden in den kommenden Wochen abgeschlossen. Die endgültige Straßendecke wird, wie dies bei Neubaugebieten üblich ist, erst nach einer ersten Bebauung des Gebiets aufgebracht. Der Gesamterschließungsaufwand des Baugebiets „Wasserreute“ beläuft sich auf rund 2,9 Millionen Euro und wird über die Erschließungsbeiträge anteilig auf die Grundstückseigentümer umgelegt.
Die ersten Notartermine für gemeindeeigene Grundstücke finden bereits im August statt. Anschließend werden die ersten Bauanträge erwartet. Schritt für Schritt wird sich die „Wasserreute“ damit zu einem neuen Wohnquartier entwickeln.
Mit einem Augenzwinkern gab Bürgermeister Barth den künftigen Bewohnern und Anwohnern noch einen ersten verkehrsrechtlichen Hinweis mit auf den Weg: Während im neuen „Eicherweg“ aufgrund der schmalen Straßenbreite nicht geparkt werden darf, ist das Parken in der neuen Straße „Hubäcker“ einseitig zulässig. Er dankte abschließend allen Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauarbeiten und wünscht nun allen eine gute neue Nachbarschaft!






