Seniorenzentrum Martin-Luther-Haus

icon.crdate06.08.2026
Geburtstagsfeier: Seit 20 Jahren ein Stück Denkendorf
Seit zwei Jahrzehnten ist das Martin-Luther-Haus weit mehr als ein Seniorenzentrum. Beim Jubiläumsfest wurde deutlich, dass es durch gelebte Fürsorge, langjähriges Engagement und die enge Verbundenheit mit den Menschen längst ein unverzichtbarer Teil der Gemeinde geworden ist.
Manche Orte werden mit der Zeit mehr als nur ein Gebäude. Sie werden zu einem festen Bestandteil einer Gemeinde, zu einem Ort voller Erinnerungen, Begegnungen und gelebter Menschlichkeit. Genauso einen Platz hat das Seniorenzentrum der Zieglerschen in den vergangenen 20 Jahren in Denkendorf eingenommen.
Beim Jubiläumsfest Ende Juli wurde das auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Trotz hochsommerlicher Temperaturen folgten zahlreiche Gäste aus Gemeinde, Vereinen und dem Ehrenamt der Einladung. Gemeinsam mit den Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern feierten sie zwei Jahrzehnte gelebte Fürsorge und Gemeinschaft. Das abwechslungsreiche Programm mit ökumenischem Festgottesdienst, Musik, Hausführungen und Begegnungen machte deutlich, wie eng das Martin-Luther-Haus mit dem Leben in Denkendorf verbunden ist.
Zuhause in der Heimat
Es sind genau diese Verbindungen, die Frank Obergöker in seiner Ansprache für die Gemeinde vor Augen hat. Der erste stellvertretende Bürgermeister in Vertretung für den terminlich verhinderten Bürgermeister Ralf Barth blickte zurück auf die Entscheidung, vor 20 Jahren einen Ort zu schaffen, an dem ältere Menschen auch dann in ihrer Heimatgemeinde bleiben können, wenn sie auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind. Heute sei klar, sagt er: „Diese Entscheidung war genau richtig. Das Martin-Luther-Haus ist längst aus Denkendorf nicht mehr wegzudenken.“ Ein Satz, der an diesem Tag nicht wie eine Grußformel wirkte, sondern wie die Beschreibung dessen, was sich zwischen den zahlreichen Gästen, den Ehrenamtlichen, Vereinen und den Bewohnern beobachten lässt.
Dass dieses Pflegeheim in der Goethestraße heute so fest in der Gemeinde verankert ist, verdankt es den Menschen, die es seit zwei Jahrzehnten mit Leben füllen. Schon im ökumenischen Festgottesdienst erinnerten Diakon Martin Allmendinger und Pfarrerin Katharina Trostel daran, wie wichtig es ist, zurückzublicken und dankbar zu sein. Während Diakon Allmendinger die Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ und den Wochenspruch „Wandelt als Kinder des Lichts“ mit dem Jubiläum verband, schlug Pfarrerin Trostel den Bogen zu den Lebensgeschichten der Bewohner und zum Alltag der Mitarbeiter. Gottes Liebe, so ihre Botschaft, trage Menschen durch alle Lebenslagen.
Langjähriger Zusammenhalt mit Geschichte
Auch Geschäftsführer der Altenhilfe der Zieglerschen, Sebastian Köbbert, richtete den Blick auf die Menschen hinter dem Haus. Die vergangenen 20 Jahre seien nicht immer geradlinig verlaufen, sagte er. Veränderungen habe es gegeben, geblieben sei jedoch die Resilienz des Martin-Luther-Hauses, getragen von vielen langjährigen Mitarbeitern. Für einen besonderen Moment sorgte sein Überraschungsgast: der frühere Einrichtungsleiter Rüdiger Wilhelm. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er an den notwendigen vorgezogenen Umzug vom alten Standort in der Karlsstraße in das neu errichtete Martin-Luther-Haus. Was damals wie eine große Herausforderung begann, wurde durch den Einsatz von Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, DRK, THW und der Kirchengemeinde zu einem eindrucksvollen Beispiel gelebten Zusammenhalts. Der damals gelebte Zusammenhalt wirkt bis heute nach und bildet die Grundlage für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde, betonte Regionalleitung Julian Krüger.
Auf diesem Fundament möchte Einrichtungsleitung Julian Oßwald die Zukunft gestalten. Die vergangenen 20 Jahre seien das Fundament des Hauses, auf dem Bewährtes erhalten und zugleich neue Ideen entwickelt werden sollen. Seit März dieses Jahres prägt er gemeinsam mit seinem neuen Leitungsteam den nächsten Abschnitt der Geschichte des Martin-Luther-Hauses. Dabei setzt er auf eine Kultur, in der Erfahrung geschätzt, Veränderungen gemeinsam gestaltet und Menschlichkeit jeden Tag gelebt wird. An seiner Seite tragen Pflegedienstleitung Athanasios Tramountanis und Hauswirtschaftsleitung Sandra Ebert Verantwortung für die Weiterentwicklung des Hauses.
Gemeinsam bilden sie ein Leitungsteam, das vertrauensvoll zusammenarbeitet und die Zukunft des Martin-Luther-Hauses gemeinsam mit den Mitarbeitern gestalten möchte. Dass dies gelingen kann, zeigt der Blick auf das Team: Zwei Drittel der Mitarbeiter sind dem Martin-Luther-Haus seit vielen Jahren verbunden. Drei von ihnen wurden beim Jubiläum für ihre 20- beziehungsweise 15-jährige Treue geehrt. Gemeinsam mit den zahlreichen Vereinen und Ehrenamtlichen, die das Jubiläum mitgestalteten, stehen sie für das, was das Martin-Luther-Haus seit zwei Jahrzehnten ausmacht: ein Ort, der nicht nur in Denkendorf steht, sondern zu Denkendorf gehört.




