Gemeinsam das Wohnen von morgen gestalten – Start der Workshopreihe
Wie wollen wir künftig wohnen? Und wie kann aus Nachbarschaft Gemeinschaft werden? Diese Fragen brachten am vergangenen Donnerstag, den 24. September rund 50 Menschen beim zweiten Informationsabend zum Quartier „Alter Bauhof“ zusammen. Der Abend hat gezeigt: Viele Menschen möchten die Zukunft des ehemaligen Bauhofareals an der Sudetenstraße aktiv mitgestalten. „Neueinsteiger“ bei der nun startenden Workshopreihe sind jederzeit willkommen.
Bürgermeister Ralf Barth eröffnete die Veranstaltung mit einem Rückblick auf den bisherigen Weg. Die Gemeinde hat die Wohnwünsche aus der Bürgerschaft mittels einer Umfrage gesammelt und Gespräche mit möglichen Partnern geführt. Nun soll gemeinsam mit Interessierten Bürgern ausgelotet werden, wie auf dem Areal ein Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen und einer lebendigen Nachbarschaft entstehen kann. Der bisherige städtebauliche Entwurf bietet dafür einen Ausgangspunkt. Bei der Anordnung und Gestaltung der Gebäude bestehen noch Spielräume, die im weiteren Prozess erörtert werden sollen.
Prozessbegleiter Ulrich Schwarz vom Architekturbüro 21-arch aus Stuttgart machte anschließend anschaulich, wie vielfältig gemeinschaftliches Wohnen sein kann. Er stellte mögliche Wohnformen vor und erläuterte, wie der Weg von ersten Ideen zu einem gemeinsamen Konzept in den nachfolgenden Workshops ab Mitte Oktober aussehen soll.
Nachbarschaft beginnt im Gespräch
Im zweiten Teil des Abends konnten die Teilnehmer selbst im Rahmen einer „Quartiers-Rallye“ aktiv werden. Dabei wurden zahlreiche Fragen zum Grundstück und zum weiteren Vorgehen gestellt und beantwortet. Außerdem stellten sich die Projektplaner pro… gemeinsam bauen und leben eG und nestbau AG mit ihren unterschiedlichen Arbeitsweisen und Erfahrungen vor.
An einer weiteren Station wurde gemeinschaftliches Wohnen ganz praktisch: Was passiert, wenn jemand nach einer Operation Hilfe beim Einkaufen braucht? Wo können Kinder an einem Regentag gemeinsam spielen? Wie können gemeinsame Räume funktionieren, ohne dass die Verantwortung fürs Aufräumen immer an denselben hängen bleibt? Kleine „Quartiersgeschichten“ holten die großen Fragen des Zusammenlebens in den Alltag. Sie machten deutlich: Ein gutes Quartier entsteht durch Orte der Begegnung und durch Menschen, die Rücksicht nehmen, Ideen einbringen und füreinander da sind.
Vier Workshops ab Mitte Oktober
Was an diesem Abend angestoßen wurde, soll nun weiter wachsen. In vier Workshops können Interessierte ihre Vorstellungen vertiefen und gemeinsam Ideen für das Quartier entwickeln. Die Treffen finden am 12. und 26. Oktober sowie am 9. und 23. November 2026, jeweils um 18.30 Uhr im Familientreff Alter Eichwald, Lange Äcker 80, statt. Eingeladen sind Menschen, die sich vorstellen können, künftig im Quartier zu wohnen, ebenso wie alle, die die Weiterentwicklung begleiten und mitgestalten möchten. Und zwar egal ob zur Miete oder im Eigentum, in einer kleinen Wohnung oder im Reihenhaus, als Genossenschaft oder Miteigentümer.
Bürgermeister Ralf Barth dankte zum Abschluss allen, die den Abend mitgestaltet hatten. Wer über die Workshops und die weiteren Schritte informiert werden möchte, kann sich in den E-Mail-Verteiler der Gemeinde aufnehmen lassen. Dazu genügt eine E-Mail mit dem Betreff „Verteiler“ an Ortsbauamt@denkendorf.de.









