Aktuelles aus der Gemeinde: Denkendorf

Seitenbereiche

Fünf Jahre engagierte und erfolgreiche Arbeit

Denkendorfer Betreuungskreis Flüchtlinge ändert seine Struktur

Im November 2015 hat der Denkendorfer Betreuungskreis Flüchtlinge (DBF) seine Arbeit aufgenommen und seither herausragende Arbeit in zahllosen Stunden für die Flüchtlingshilfe in Denkendorf geleistet. Nach fünf Jahren vorbildlicher Arbeit hat sich nun nicht nur die Situation vieler Geflüchteter am Ort gefestigt, sondern werden viele Aufgaben auch von Hauptamtlichen übernommen. Deshalb verändert der Kreis der Engagierten seine Struktur.

„In den letzten fünf Jahren wurden die Geflüchteten in vielfältiger Weise unterstützt und dadurch auch der gesellschaftliche Zusammenhalt in Denkendorf gestärkt, zwischenmenschliche Begegnungen ermöglicht, humane Hilfe geleistet und gleichzeitig das Leben zahlreicher Menschen in Denkendorf bereichert“, bedankt sich Bürgermeister für das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen.

Nach dem Abklingen der ersten Flüchtlingswelle hat der Denkendorfer Betreuungskreis daher in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die ehrenamtliche Arbeit zunächst einmal zu ändern und in eine Art „Stand-by-Modus“ zu wechseln. Er möchte damit vor allem ausdrücken, dass viele Ehrenamtliche zunächst einmal Zeit zum Durchschnaufen benötigen aber auch, dass man bei einer evtl. zweiten Flüchtlingswelle erneut auf einen bestehenden Helferpool zurückgreifen kann.

Bürgermeister Barth zeigte sich dankbar, dass sich zahlreiche Ehrenamtliche in den letzten fünf Jahren in vielfältiger Weise engagiert haben. Egal ob beim Ankommen der Geflüchteten, in der Kleiderstube, im Radlager, beim Montagscafé, durch Begleitung wichtiger Arzt- oder Behördengänge, durch die Gruppe Sprache, beim Wohnen, bei der Arbeitssuche oder bei der Freizeitgestaltung – in ganz verschiedenen Projekten und Aktivitäten und auch bei den verschiedensten Veranstaltungen wurde viel geholfen und geleistet. „Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich“, so Bürgermeister Ralf Barth.

Allzu gerne hätte er seinen Dank auch gerne nochmals persönlich in dem für den 26. November vorgesehen Plenumsabend zum Ausdruck gebracht. Leider musste dieser nun aufgrund der Corona-Pandemie auf das kommende Frühjahr verschoben werden. Gleichzeitig hätte dieser Plenumsabend nicht nur zum Abschied genutzt werden sollen, sondern auch als Auftaktveranstaltung für die neuen Begegnungsmöglichkeiten der Ehrenamtlichen.

Da die Gemeinde Denkendorf beschlossen hat, den 10 %-igen Stellenanteil von Frau Sanchez als Ehrenamtskoordinatorin auch ohne Zuschüsse des Landkreises zu verlängern, entsteht hier nun Raum und Ressource für die Organisation und Aufrechterhaltung der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in einer veränderten Form. So kann das Thema „Flucht“ auch zukünftig präsent gehalten werden. Ca. zwei Veranstaltungen wird Frau Sanchez jährlich planen, besonders auch in Kooperation mit den bisherigen Akteuren. Außerdem wird sie Hauptansprechpartnerin bei Fragen und Belangen des Denkendorfer Betreuungskreises Flüchtlinge sein. Diese Tätigkeit kann Frau Sanchez, wie bisher auch, mit ihrer Arbeit als Integrationsmanagerin verbinden. Hier ist sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Treyz weiterhin hauptamtliche Ansprechpartnerin für die Geflüchteten.

Bürgermeister Barth bittet die Ehrenamtlichen auch weiterhin um Unterstützung. „Wir möchten das Thema Flucht und Ankommen weiter präsent halten und vor allem das aufgebaute Netzwerk im Stand-by-Modus auch pflegen und erhalten“, so Barth.  Durch Impulse aus den Reihen der Ehrenamtlichen sollen Veranstaltungsformate entstehen, die eben diese Ziele verfolgen.