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Honorarkonsul Willi Drechsler beendet Dienst

Der Denkendorfer Unternehmer Willi Drechsler war 16 Jahre lang Honorarkonsul von Sierra Leone. Für die westafrikanische Republik stellte er unter anderem Visa und Reisedokumente aus. Außerdem hat er in dem Staat viele Hilfsprojekte angestoßen. Nun hat er seinen ehrenamtlichen Dienst beendet.

Engagierte Arbeit für Sierra Leone und Denkendorf

In den Jahren seiner Amtszeit als Honorarkonsul konnte Willi Drechsler viele wertvolle und schöne Erfahrungen sammeln: „Besonders lagen mir die Entwicklung der Beziehungen zwischen unseren Ländern und der Wiederaufbau eines Landes am Herzen, in dem bis zum Beginn meiner Amtszeit im Jahre 2004 noch Bürgerkrieg herrschte. Die Beziehungen, die in den vergangenen Jahren zwischen beiden Ländern geknüpft werden konnten stimmen mich hoffnungsvoll“, so der gebürtige Denkendorfer. Der Nachfolger Christof Stolze wird sein Amt erst zeitverzögert antreten können.

„Durch das Ehrenamt als Honorarkonsul der Republik Sierra Leone hat Willi Drechsler umfangreiche Impulse in Denkendorf ausgelöst. Es sind nicht nur Hilfs- und Entwicklungsprojekte entstanden, sondern das Bewusstsein zur internationalen Kooperation und Unterstützung wurde durch ihn in der Bürgerschaft geweckt“, so Bürgermeister Ralf Barth zum Dienstende des Bürgers Willi Drechsler. Auch in seinem Ehrenamt lasse sich Drechsler von seiner christlichen Grundhaltung leiten. Neben seiner konsularischen Tätigkeit ist es Drechsler wichtig, die Menschen in dem westafrikanischen Land humanitär zu unterstützen. Dafür wirbt er auch in seinem Heimatort. Unter anderem hat er an der Ludwig-Uhland-Schule das Schulprojekt „Schritt für Schritt“ aus der Taufe gehoben, das inzwischen ein Selbstläufer ist.

Schritt für Schritt an der Ludwig-Uhland-Schule und in Rotifunk

Willi Drechsler hat zahlreiche Hilfs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft angestoßen und bis zum Ende seiner Dienstzeit begleitet. Mehrere Schulprojekte im Land, darunter auch das Schulprojekt an der Ludwig-Uhland-Schule mit der dort gegründeten AG „Schritt für Schritt“ in Rotifunk, wurden mit seiner Unterstützung realisiert. Die Ludwig-Uhland-Schule und ihr Förderverein setzen sich seit 2005 für die Republik Sierra Leone ein. In Rotifunk sind drei Schulen, ein Lehrerhaus, eine Erste-Hilfe-Station, ein Backhaus und ein Brunnen auf einem Campus für rund 400 Mädchen und Jungen entstanden. Rektorin Claudia Zährl und Birgit Förster wurden von Botschafter Baryoh 2019 mit einer Ehrenurkunde und einer Trophäe für ihr außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet.

Nationale Feuerwehr in Sierra Leone

Der Ausbau einer Feuerwehr vor Ort war ihm ebenso ein großes Anliegen. So fanden mehrere Löschfahrzeuge und Ausrüstungen den Weg nach Afrika. Durch die Spenden der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf, des Landesfeuerwehrverbandes und anderen Feuerwehren im Land haben seit 2005 mehrere Containersendungen mit Feuerwehrausrüstung und insgesamt sieben Einsatzfahrzeuge den Weg von Baden-Württemberg nach Westafrika gefunden. Darüber hinaus wurde Hilfestellung durch den Einblick in das deutsche Feuerwehrwesen und beim Ausbau des Flughafens in der Hauptstadt Freetown sowie dem Aufbau des Feuerwehrwesens im Lande gegeben.

In Anerkennung der Verdienste um die Freundschaft zu den deutschen Feuerwehren und ihren Verbänden wurde Drechsler 2018 mit der Medaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für internationale Zusammenarbeit in Gold, verliehen durch den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes Hartmut Ziebs, ausgezeichnet.

Botschafterbesuche und Empfänge

Außerdem begleitete Willi Drechsler Botschafterbesuche und Empfänge. So besuchte beispielsweise seine Exzellenz Dr. M´Baimba Lamin Baryoh, Botschafter der Republik Sierra Leone in der Bundesrepublik Deutschland, im April 2019 Denkendorf.