Aktuelles aus der Gemeinde: Denkendorf

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Körsch zwischen Kirchstraße und Neuhäuser Straße

Vorstellung der Machbarkeitsstudie im Gemeinderat – Bürgerschaft wird beteiligt

Letztes Jahr wurde die Umgestaltung der Körsch im Bereich Heinrich-Werner-Straße erfolgreich abgeschlossen. Nun soll der Abschnitt zwischen Kirchstraße und Neuhäuser Straße in den Fokus gestellt werden. Die Machbarkeitsstudie und eine Vorentwurfskonzeption wurden am Montag im Gemeinderat vorgestellt. Es wird mit Kosten in Höhe von ca. 2,13 Mio. Euro für die Maßnahme gerechnet. Nun werden die Bürgerschaft und vor allem die Anwohner beteiligt. Außerdem ist für die Realisierung der Maßnahme Grunderwerb im Bereich des Gewässerrandes notwendig.

Machbarkeitsstudie im Gemeinderat vorgestellt

Am vergangenen Montag wurde dem Gemeinderat die Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Körsch zwischen Kirchstraße und Neuhäuser Straße vorgestellt. Im Jahr 2019 wurde das Büro Geitz&Partner zur Durchführung der Machbarkeitsstudie beauftragt.

Die Machbarkeitsstudie wurde durchgeführt, da die Körsch im Bereich zwischen den Kirchstraße und Neuhäuser Straße lokale Böschungserosionen und gewässerökologische Defizite aufweist. Neben einer reinen Gewässerrenaturierung ist aber auch die im Sanierungsgebiet „Kloster/Körsch“ als Projektmaßnahme vorgesehene Neugestaltung bzw. Sanierung des Körschwegs zwingend notwendig.

Vorentwurfskonzept mit Gewässerrenaturierung

Die Vorentwurfskonzeption sieht unter anderem vor, Abflachungen an den Uferböschungen vorzunehmen. Dadurch können die Gestaltungsspielräume am Gewässer erhöht und vielfältige Gewässerstrukturelemente vorgesehen werden. Durch die Aufweitung des Abflussprofils der Körsch wird auch eine deutliche Verbesserung der Hochwassersituation bei kleineren und mittleren Hochwasserereignissen erreicht. Der bachbegleitende Fußweg soll in der Konzeption als asphaltierter Weg erhalten bleiben und weiterhin parallel zur bereichsweise verschwenkten Körsch verlaufen. Die endgültige Ausgestaltung des Weges wird noch mit der Anwohnerschaft abgestimmt.

Grundstücksflächen zur Realisierung der Maßnahme notwendig

Analog zur Gewässerumgestaltung im Bereich der Heinrich-Werner-Straße werden für die Maßnahme bereichsweise Grundstücksflächen von den angrenzenden Anliegern benötigt. Die Angrenzer wurden daher bereits frühzeitig Anfang 2020 über die Beauftragung der Machbarkeitsstudie und eine daran anschließende Bürgerbeteiligung informiert.

Die Planung nutzt vorrangig die in der Vergangenheit durch die Gemeinde punktuell im Gewässerrandstreifen erworbenen Grundstücksflächen. Zur Umsetzung der Maßnahme ist aber in weiten Bereichen zusätzlicher Flächenbedarf von den angrenzenden Privatgrundstücken in einer Tiefe von bis zu 5 Metern als Gewässerrandstreifen zwingend notwendig. Eine mögliche Realisierung der Maßnahme ist daher maßgeblich von der Bereitschaft der Grundstücksanlieger zur Flächenabtretung abhängig.

Kosten und Fördersituation

Die Gewässerumgestaltungsmaßnahme kann nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft als Vorhaben zur naturnahen Gewässerentwicklung mit einem Fördersatz von 85 % bezuschusst werden. Die grundsätzliche Förderfähigkeit hat die untere Wasserbehörde im Landratsamt Esslingen bereits bestätigt. Voraussetzung für die Förderantragstellung ist ein abgeschlossenes wasserrechtliches Genehmigungsverfahren. Auf der Grundlage der vorliegenden Vorentwurfskonzeption wurde der grobe Kostenrahmen mit Gesamtkosten von brutto ca. 2,13 Mio. Euro, inklusive Baunebenkosten und Grunderwerb/Grunddienstbarkeiten in Höhe von brutto ca. 490.000 Euro abgeschätzt. Bei einer möglichen Förderung nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft mit ca. 1,55 Mio. Euro würde der Eigenanteil der Gemeinde rund 580.000 Euro (ca. 27,2 %) betragen.

Beteiligung der Bürgerschaft

Der Gemeinderat hat nun die Verwaltung beauftragt, im Rahmen einer Bürgerbeteiligung den Anliegern Gelegenheit zu geben, Einsicht in die Vorentwurfskonzeption zu nehmen. Darüber hinaus sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich zu der Umgestaltungsmaßnahme und den erforderlichen Grunderwerbsflächen zu äußern. Ein Übersichtsplan der Vorentwurfskonzeption ist auf der Website der Gemeinde im Ratsinformationssystem, Sitzung des Gemeinderats vom 19. April 2021, eingestellt.