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Stellvertretender Ortsbauamtsleiter Franz Maurer in den Ruhestand verabschiedet

40 Jahre im Rathaus Denkendorf gehen zu Ende

Nach rund 40 Jahren im Denkendorfer Rathaus ist der stellvertretende Ortsbauamtsleiter Franz Maurer in der vergangenen Gemeinderatsitzung offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Verabschiedung nur in einem kleinen Rahmen stattfinden. Nach einigen Dankesworten von Bürgermeister Ralf Barth verabschiedeten sich auch die Fraktionsvorsitzenden Frank Obergöker (FWV), Peter Nester (CDU) und Barbara Fröhlich (SPD) von dem langjährigen Rathaus-Mitarbeiter.

Dankesworte durch Bürgermeister Ralf Barth

In seiner letzten Gemeinderatssitzung als stellvertretenden Ortsbauamtsleiter wurde Franz Maurer offiziell verabschiedet. Bürgermeister Ralf Barth eröffnete die Danksagung mit einem Rückblick auf Franz Maurers Werdegang im Denkendorfer Rathaus. „Als ich über Ihren Abschied von der Gemeinde Denkendorf nachgedacht habe, ist mir zu allererst in den Sinn gekommen, dass ich mit Ihnen den letzten Mitarbeitenden im Rathaus verabschieden darf, der alle drei Bürgermeister der letzten vier Jahrzehnte im Amt erlebt hat“, erzählte der Verwaltungschef in seiner Rede. Dabei unterstrich er: „In unserem Rathaus habe ich Sie vom ersten Tag meiner Amtstätigkeit an als einen loyalen, zuverlässigen und verantwortungsbewussten Mitarbeitenden kennengelernt. Sie haben mir in vielerlei Hinsicht mein eigenes Eingewöhnen erleichtert und manch guten Rat und Hinweis gegeben. Ich konnte von Ihrer Erfahrung profitieren und neuen Ideen sind Sie immer aufgeschlossen gegenübergestanden. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.“ Daneben bedankte er sich für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit und für die große und engagierte Arbeit für die Kommune Denkendorf und oftmals darüber hinaus – auch im Namen der Bürgerschaft sowie der Kollegen und Kolleginnen im Rathaus.

Engagement über den Beruf hinaus

Am 1. August 1977 hat Franz Maurer seine berufliche Karriere als Gemeindeinspektoranwärter bei der Gemeinde Dürmentingen begonnen, die Ausbildung im Landratsamt Biberach absolviert und schließlich den Diplom-Verwaltungswirt an der Fachhochschule Stuttgart im Jahr 1981 erfolgreich abgeschlossen. In der Gemeinde Denkendorf hat er dann die neu geschaffene Stelle unter Alt-Bürgermeister Walter Dieterich angenommen und war seitdem für Baurecht, Lärmschutz, Planungsverfahren und neue Baugebiete zuständig. Seit 1981 hat Maurer nicht nur drei verschiedene Bürgermeister erlebt, sondern auch die Einführung von Computern am Arbeitsplatz, die Wandlung von Planungsprozessen und dem Baurecht, aber auch die voranschreitende Digitalisierung der Verwaltungsabläufe. Doch auch über den beruflichen Werdegang hinaus hat der Verwaltungsmitarbeiter in Denkendorf Wurzeln geschlagen. „Die Denkendorferinnen und Denkendorfer schätzen Sie nicht nur als Ansprechpartner im Rathaus für alles im Zusammenhang mit dem Bauen, sondern auch als Engagierter im CVJM und im Posaunenchor“, erklärte der Bürgermeister weiter. Auch seine Frau Cornelia Maurer, ebenfalls geschätzte Verwaltungsmitarbeiterin, hat Franz Maurer in Denkendorf kennengelernt. So ist ein Rathaus ohne die „Maurers“ für viele kaum vorstellbar.

Ansprache durch die Fraktionsvorsitzenden

Anschließend würdigten die Fraktionsvorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen das Wirken des scheidenden stellvertretenden Ortsbauamtsleiters. „Es wird komisch sein, Sie morgens nicht mehr aus dem Fenster auf dem Weg zur Arbeit zu sehen“, begann Frank Obergöker, Fraktionsvorsitzender der FWV, seine Ansprache. Für ihn war Maurer ein Bindeglied zwischen der Gemeindeverwaltung und den Denkendorfer Bürgerinnen und Bürgern, auf dessen Wissen und Engagement man sich stets verlassen konnte. Peter Nester, Fraktionsvorsitzender der CDU, dankte Maurer in seiner Ansprache für seine herausragenden Leistungen. Er betonte sein hervorragendes Fachwissen. „Sicherlich war es nicht immer einfach, die Bauwünsche der Denkendofer zu erfüllen“, so Peter Nester. Auch Barbara Fröhlich, Fraktionsvorsitzende der SPD, hatte nur lobende und wertschätzende Worte für den langjährigen Verwaltungsmitarbeiter übrig. Für jede Fraktion des Gemeinderats war Franz Maurer ein Partner und Bindeglied in der Verwaltung mit enormen Verantwortungsbewusstsein und großer Loyalität.

Zum Schluss durfte Maurer selbst das Wort ergreifen. „Meine Arbeitsstelle wurde vor 40 Jahren tatsächlich auf mich zugeschnitten. Es hat sich einiges getan, seit ich die Arbeit in Denkendorf begonnen habe. So erinnere ich mich noch an eine Zeit als wir noch keinen Kopierer hatten und stattdessen eine Druckwalze benutzen mussten. Mittlerweile bewegen wir uns auf papierlose Arbeitsabläufe zu. Ich habe diesen Wandel gerne mitgemacht und konnte im Verlauf immer etwas Neues dazu lernen“, erklärte Maurer in seiner Abschlussrede. Er bedankte sich für die schönen Worte und blickt gespannt auf einen neuen Lebensabschnitt.

Letztlich wünschten alle Anwesenden Franz Maurer alles Gute und besonders in aktuellen Zeiten viel Gesundheit für die Zukunft. Bürgermeister Ralf Barth überreichte zum Abschluss ein kleines Präsent und bedankte sich erneut für die gemeinsamen Jahre.

Ab dem 1. November übernimmt Pascal Stellwag die Nachfolge. Dieser wird bereits seit Oktober von Franz Maurer mit dem bekannten Engagement eingearbeitet.