Aktuelles aus der Gemeinde: Denkendorf

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Schutzeinrichtung vor Starkregenereignissen im Gebiet „Wasserreute/Lange Äcker“ geplant

Das Gebiet „Wasserreute/Lange Äcker“ ist von Starkregenereignissen besonders gefährdet. Daher wurde im Zuge der Planung für das neue Wohngebiet „Wasserreute“ eine wasserwirtschaftliche Untersuchung durchgeführt. Auf deren Basis wurden Schutzeinrichtungen geplant. Der Gemeinderat hat in jüngster Sitzung der Genehmigungsplanung dazu zugestimmt.

Gebiet „Wasserreute/Lange Äcker“ von Starkregenereignissen besonders gefährdet

Seit dem Starkregenereignis vom Mai 2008 befasst sich die Gemeinde Denkendorf mit Maßnahmen zum Starkregenschutz im Bereich Wasserreute/Lange Äcker. Bereits 2009 wurde eine Vorentwurfsplanung zum Starkregenschutz entlang der Uhlandstraße und Lange Äcker erarbeitet. Die Umsetzung des Entwurfs scheiterte allerdings am notwendigen Erwerb zweier maßgebenden Flurstücke in dem Bereich. Im Rahmen der Starkregenuntersuchung Denkendorf vom Oktober 2018 wurde die grundsätzlich Gefährdung der bebauten Ortslage im Bereich Uhlandstraße und Lange Äcker durch Starkregenereignisse bestätigt.

Schutzeinrichtungen geplant

Entsprechend der wasserwirtschaftlichen Untersuchung des Büros Winkler und Partner aus Stuttgart vom September 2020 wurden mittlerweile die Schutzeinrichtungen geplant. Die Genehmigungsplanung sieht nördlich des Baugebiets einen 0,50 m bis 1,20 m hohen Erdwall mit teilweiser Niveauanhebung des befestigten Feldwegs Nr. 2862/1 vor. An der Ostseite kann der Starkregenschutz nun infolge einer Höhenanpassung des Baugebiets anstelle einer Stahlbetonmauer mit einer 1- bis 2-reihigen maximal 0,80 m hohen Blocksteinmauer hergestellt werden.

Entlang der Bestandsbebauung Lange Äcker 35 bis zum Gebäude Wasserreute 17 sind zwei Erdwälle mit 0,30 bis 0,80 m Höhe sowie eine Niveauanhebung des bestehenden Erdwegs Nr. 3143 geplant. Für die Ableitung der anfallenden Starkregenmengen sind insgesamt drei Einlaufbauwerke und zugehörige Ausschlussleitungen an die Mischwasserkanalisation in der Uhlandstraße bzw. Lange Äcker vorgesehen. Die Gesamtherstellungskosten der Maßnahme liegen entsprechend der aktuellen Kostenberechnung des Büros Winkler und Partner mit ca. 610.000 Euro deutlich unter der ersten groben Kostenschätzung vom Dezember 2020 mit ursprünglich ca. 940.000 Euro.

Im Starkregenfall werden infolge der gedrosselten Einleitung einige nördlich der Schutzmaßnahmen liegende Flurstücke bereichsweise überflutet. Mit den betroffenen Grundstückseigentümern sind privatrechtlich entsprechende Zustimmungserklärungen bzw. Entschädigungsregelungen abzuschließen.

Gemeinderat erteilt kommunales Einvernehmen - Förderung soll beantragt werden

Für die Maßnahme ist eine baurechtliche Genehmigung notwendig, weshalb der Gemeinderat das kommunale Einvernehmen erteilt hat. Für die östlichen beiden Schutzwälle entlang der Bestandsbebauung Lange Äcker ist eine Förderfähigkeit gegeben. Entsprechend der Kostenberechnung von ca. 260.000 Euro würde sich ein Fördersatz von ca. 23,5 Prozent mit einem Förderbetrag von ca. 61.100 Euro ergeben. Die anderen Maßnahmen sind nicht förderfähig und werden anteilig in den Erschließungsverträgen für das neue Wohngebiet aufgenommen.