Aktuelles aus der Gemeinde: Denkendorf

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Gelungene Matinée „Kunst und Musik“ stimmt auf Veranstaltungsreihe 2022 ein

Etwa 30 Besucher waren am vergangenen Sonntag der Einladung der Projektgruppe „Demenzfreundliche Kommune Denkendorf“ in den Generationentreff gefolgt, um beim Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Leben mit Demenz“ dabei zu sein. Sie verbrachten eine unbeschwerte und unterhaltende Stunde mit Musik und Kunst. Hausherrin Petra Kißler und Maria Sommer von der Koordinierungsstelle Älterwerden der Gemeinde, die beide begrüßten, freuten sich über die große Resonanz. „Im Gegensatz zum sonst üblichen Auftakt der Reihe mit einer Musikmatinée erleben wir heute ein Novum“, hieß der Schirmherr, Herr Bürgermeister Ralf Barth die Gäste willkommen. Das Besondere: Die Musikschule Denkendorf – vertreten durch Petra Lüers (Rhythmusinstrumente), Andreas Heimerdinger (Akkordeon) und Oliver Ruck (E-Piano) – bestritt den musikalischen Part, Künstlerin und Kunstbegleiterin Anne Demuth informierte über die seit Herbst ausgestellten, von älteren, teils demenzerkrankten Menschen auf der Basis vorgegebener Bildelemente (z.B. Linien, Farbflächen oder auch Luftballon, Vogel) zu Ende gestalteten Bilder. Entstanden sind dabei 104 Einzelkunstwerke, die gleichzeitig auch als Gesamtkunstwerk mit dem Denkendorfer Gemeindemotto „Wir leben Zusammenhalt“ in der Mitte präsentiert wurden. Anne Demuth war begeistert über den Anklang, den das von ihr umgesetzte Kunstprojekt gefunden hat und die fantasievollen, farbenfrohen Werke, die jedes für sich eine eigene Geschichte erzählen: „Von Demenz betroffene Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich verbal zu verständigen, können sich mittels ihrer verbliebenen und erweckbaren Erinnerungen über das Malen zum Ausdruck bringen.“ Auf eine musikalische Erinnerungsreise wurden die Zuhörer von den Musikern, die sich als gut eingespieltes Trio zeigten, mitgenommen: Ob beim bekannten Frühlingsstimmenwalzer, bei Johannes Brahms‘ feurigem Ungarischen Tanz Nr. 5 oder bekannten Schlagern der Comedian Harmonists – die Musiker trafen den Geschmack der Gäste: Manche summten oder wippten mit den Füßen mit. Mit dem Ende der Ausstellung im Generationentreff wandert diese nun in verschiedene Denkendorfer Einrichtungen weiter, zunächst ins Pflegeheim am Kloster. Bürgermeister Barth dankte allen Beteiligten für die rundum gelungene Veranstaltung. Zum Schluss gab es für die Künstler ein Präsent und mit dem Lied „Auf Wiedersehen, bleib nicht so lange fort“ wurden die Besucher in den kühlen Frühlingssonntag entlassen.

Auch in diesem Jahr gibt es ein Gemeinschafts-Kunstprojekt: Unter dem Motto „Alle in einem Boot“ sind ältere Menschen eingeladen Figuren aus Ton zu gestalten. Diese finden in einem Gemeinschaftsboot Platz, das beim Gottesdienst am 24. Juli im Klosterhof präsentiert wird. Interessierten wird der Ton nach Hause gebracht. Anmeldung für alle Veranstaltungen bei: Koordinierungsstelle Älterwerden, Tel: Telefonnummer: 341680-39, oder E-Mail schreiben.