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100(+1) Jahre textile Forschung erlebbar gemacht

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) präsentieren ihre Ausstellung zum Jubiläum 100(+1) Jahre im Rathaus. Von 3. bis 27. Mai 2022 zu den Rathausöffnungszeiten Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr und Mittwoch zusätzlich von 14 bis 18 Uhr. Die Ausstellung wurde am Montag feierlich eröffnet.

Bei der Eröffnung war das DITF-Vorstandsteam rund um den Vorsitzenden Prof. Dr. Michael Buchmeister, Peter Steiger und Prof. Dr. Götz Gresser ebenso wie der SPD-Landtagsabgeordnete Nicolas Fink, Vertreter des Gemeinderats (Peter Nester für die CDU-Fraktion und Barbara Fröhlich für die SPD-Fraktion) dabei. Bürgermeister Ralf Barth ist stolz auf das größte Textilforschungszentrum Europas, das seit 84 Jahren seinen Standort im Körschtal Denkendorf hat. Der DITF-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Michael Buchmeiser berichtete aus der Historie, den Wandel und die Alleinstellungsmerkmale der Institute. So gibt es einen großen Erfindungsreichtum vor Ort. Und: Es geht bei Fasern und Textilien nicht nur um Kleidung – es geht zum Beispiel auch um die Medizin, um Wohnen und Bauen oder um Mobilität. Stents oder faserbasierte Werkstoffe, um beispielsweise das Gewicht von Fahrzeugen und damit Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu reduzieren. Beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde anlässlich der Ausstellungseröffnung schreibt Vorstandsmitglied Gresser passend „Die Zukunft ist Textil!“. Es gibt drei Forschungsbereiche der DITF: Textilchemie und Chemiefasern, Textil- und Verfahrenstechnik sowie Management Research. Diese decken vom Molekül bis zum Produkt die gesamte Wertschöpfungskette ab. Heimatmuseums-Leiter Rolf Deuschle überreichte anlässlich der Ausstellung ein altes Seil der damals im Volksmund genannten „Zellwolle“ und berichtete über Historisches.

Die Ausstellung beinhaltet neben einer Informationswand zur Geschichte der Institute verschiedene Exponate, zum Beispiel ein Gerät, das zur Gewinnung von Wasser aus Nebel eingesetzt werden kann. Online gibt es den Jubiläumsfilm, die Festschrift und vielerlei weitere Informationen über www.ditf.de zu sehen.